Naturpark Nordeifel feiert 50-jähriges Bestehen

Letzte Aktualisierung:
naturparkbild
Dr. Michael Arndt (Präsident der Deutschen Naturparke, 2.v.r.) gratulierte den Naturpark-Nordeifel-Vertretern Günter Schumacher (r.) und Jan Lembach zum 50. Geburtstag mit einer Torte.

Nordeifel. Seit 50 Jahren unterstützt der Naturpark Nordeifel die erfolgreiche Entwicklung der Eifel mit innovativen Projekten zum Naturschutz, zum Naturtourismus und zur nachhaltigen Regionalentwicklung.

Der Naturpark wurde in NRW gegründet, 1970 bis nach Rheinland-Pfalz erweitert und kooperiert seit 1971 mit dem belgischen Hohen Venn als Deutsch-Belgischer Naturpark.

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens hatte der Naturpark Nordeifel seine Kreise, Städte und Gemeinden, Mitglieder, Partner, Freunde und Förderer zu einer Festveranstaltung eingeladen. Bei goldenem Herbstwetter begrüßte der Vorsitzende des Naturparks Nordeifel, Günter Schumacher zwei Ministerinnen, einen Minister, 20 Bürgermeister und rund 300 weitere Gäste im Kursaal in Gemünd. „Die Eifel ist sicherlich eine der schönsten Naturregionen Deutschlands”, betonte Schumacher.

„Es ist deswegen nicht verwunderlich, dass sich vor 50 Jahren Menschen zusammenfanden, die in der Region Verantwortung trugen, um einen Verein zu gründen, der sich den Erhalt und die Entwicklung unserer Heimat zum Ziel setzte.” Schumacher dankte den vielen Förderern, Projektpartnern und Vereinsmitgliedern für die jahrzehntelange Unterstützung, durch die die erfolgreiche Naturparkgeschichte in der Eifel erst möglich wurde. „Unser Verein war einer der ersten Naturparke in Deutschland”, erinnerte Schumacher auch an den Weitblick der 79 Gründerväter - Vertreter von Kreisen, Gemeindeverwaltungen, Ämtern, sonstigen Behörden, Vereinen, Verbänden und Organisationen, die in irgendeiner Weise mit der Eifel und ihrer Natur verbunden waren. Schon damals hätten die Initiatoren gewusst, dass gerade in Zeiten wachsender urbaner Strukturen intakte Naturregionen als Gegenpol gebraucht werden, unterstrich Schumacher.

Seitdem seien viele Entwicklungsprojekte zum Wohl von Mensch und Natur umgesetzt worden. „Über die Entwicklung der touristischen Infrastruktur, über praktische Naturschutzmaßnahmen bis hin zu innovativen und deutschlandweit einmaligen Projekten hat sich unser Naturpark einen Namen gemacht.”

NRW-Umweltminister Johannes Remmel würdigte vor allem die Arbeit der jüngsten Naturparkgeschichte mit den beispielhaften Projekten „Eifeler Heckenpflege”, „Eifel-Blicke” und „Eifel barrierefrei - Natur für Alle”.

Die Naturparkarbeit bezeichnete Remmel als vorbildlich und zukunftsweisend, wie die Initiative zum Klimaschutz zeigt. Seine rheinland-pfälzische Amtskollegin Margit Conrad stellte die länderübergreifende Zusammenarbeit im Naturpark Nordeifel seit 1970 heraus. Vor 40 Jahren wurde das nordrhein-westfälische Naturparkgebiet um Flächen im Nachbarbundesland erweitert. Dort setzt sich der Naturpark vor allem mit praktischen Naturschutzmaßnahmen für die Eifeler Fließgewässer ein.

Naturpark-Geschäftsführer Jan Lembach zeigte anschließend an zehn beispielhaften Bildern die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Naturparkarbeit in der Nordeifel. Dabei werden zukünftig auch die Themen Klimaschutz und demografische Entwicklung in der ländlichen Region Eifel eine große Rolle spielen. Im Schlusswort betonte der Euskirchener Landrat Günter Rosenke, dass die Kreise, Städte und Gemeinden die wichtige Arbeit des Naturparks schätzen und auch für die Zukunft die Unterstützung und konstruktive Zusammenarbeit zusagen.

Der Naturpark-Vorsitzende Günter Schumacher zeigte sich abschließend erfreut über die große Resonanz auf das Jubiläum: „Das ist für uns Motivation, uns weiter für die Entwicklung der Region Eifel einzusetzen. Wir freuen uns auf neue, innovative Projekte und treue Partner.”

Sechs Kommunen aus dem Kreis sind Mitglied

Der Naturpark Nordeifel wurde am 9. Juni 1960 als eingetragener Verein für den Eifelbereich des damaligen Regierungsbezirks Aachen gegründet. 1970 wurde der Naturpark um den rheinland-pfälzischen Teil des Prümer Landes erweitert.

Der Verein sowie die Kreise, Städte und Kommunen als Träger des deutschen Naturpark-Teils hat mehrere hundert private Mitglieder.

Finanziell sind die StädteRegion Aachen, die Kreise Düren, Euskirchen, der Eifelkreis Bitburg-Prüm, der Landkreis Vulkaneifel, die Stadt Aachen und die im Naturpark gelegenen Gemeinden die Hauptbeteiligten.

Aus dem Kreis Düren sind sechs Kommunen Mitglied: Düren, Kreuzau, Langerwehe, Hürtgenwald, Heimbach und Nideggen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert