Nach dem Halbfinal-Aus folgt die Hochzeit

Von: kin
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Mit den „Moskitos“ feuerten die Eltern und die Verlobte von Rudy Verhoeff die Powervolleys am Samstag gegen Friedrichshafen an. Foto: kin
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Mit den „Moskitos“ feuerten die Eltern und die Verlobte von Rudy Verhoeff die Powervolleys am Samstag gegen Friedrichshafen an. Foto: kin

Düren. Der erste Weg, nachdem er die Bronzemedaille bekommen hatte, führte Rudy Verhoeff zu seinen Eltern und seiner Verlobten. Die Powervolleys hatten gerade das zweite Halbfinal-Play-off gegen den VfB Friedrichshafen mit 1:3 verloren. Die Saison ist für das Team von Trainer Tommi Tiilikainen damit beendet. Immerhin: Düren ist Dritter im Kampf um die Deutsche Meisterschaft.

„Es war hart, heute zu verlieren“, sagte Verhoeff direkt nach der spannenden Partie vor 2200 Zuschauern. „Umso mehr freue ich mich, dass meine Eltern und meine zukünftige Ehefrau heute hier sind. Das macht es mir leichter, die Niederlage zu ertragen.“

Verhoeff ist das jüngste von vier Geschwistern, seine Familie verpasst keines seiner Spiele. „Wir gucken jede Partie im Internet“, berichtete Vater Paul. „Und heute war in unserem Dorf in Kanada so etwas wie Public Viewing. Alle wollten Rudy spielen sehen.“

Paul und Coby Verhoeff waren schon zum ersten Play-off nach Friedrichshafen gefahren, von der Atmosphäre in Düren aber sind sie absolut begeistert. „Fast hat man den Eindruck, dass die ganze Stadt diese Mannschaft unterstützt“, freute sich Mutter Coby. Das Spiel hatte gerade begonnen und Sohn Rudy war der allererste Punkt des Spiels gelungen, da rief Vater Paul, der sich mit seiner Frau und der Verlobten Kyla Richey zu den „Moskitos“ in den Fanblock gesetzt hatte: „Weiter so. Gib alles, Rudy.“

Stefan Kriebs und seine Kollegen aus dem Fanclub machten mächtig Stimmung, der Lärm und die Anfeuerungsrufe waren ohrenbetäubend. „Das ist wirklich großartig“, stellte Kyla Richey fest, die bei Panathinaikos Athen in der ersten griechischen Liga Volleyball spielt und genau wie Rudy Verhoeff zum Kader des kanadischen Nationalteams gehört.

Nachdem die Powervolleys und der VfB je einen Satz gewonnen hatten, räumte der neue Volleyballbundestrainer Andrea Giani ein: „Das ist ein Spiel absolut auf Augenhöhe. Friedrichshafen spielt nur konstanter. Aber Düren ist immer ganz nah dran. Die Mannschaft hat eine unglaubliche Power.“

Die Fans hatten große Banner in deutscher, finnischer, lettischer und englischer Sprache vorbereitet. „Wir sind stolz auf unsere Mannschaft. Danke, Jungs“ stand da geschrieben. „Danke für eure tolle Unterstützung“ hieß es im Gegenzug auf dem Plakat, dass die Powervolleys vorbereitet hatten. Als es ausgerollt wurde, musste sich Libero Blair Bann ein paar Tränen aus den Augenwinkeln wischen. „Dass die Jungs enttäuscht sind, ist doch klar“, sagte Kyla Richey.

In den kommenden Tagen werden Kyla Richey und Rudy Verhoeff nach Kanada fahren. „Vielleicht können wir eine Hochzeitsreise vor der Hochzeit machen“, sagte Richey und musste lachen. Im Sommer beginnt für die beiden die Zeit mit ihren Nationalteams. Kyla Richey: „Die Damen trainieren ganz woanders als die Männer.“ Überhaupt haben die beiden Profi-Sportler im ganzen Sommer nur zwei Wochenenden gefunden, an denen beide frei haben. „An einem davon heiraten wir“, kündigte Rudy Verhoeff an „Und danach geht es zurück zum Team.“

Was die Zukunft bringt, wissen Richey und Verhoeff noch nicht. „Wir wollen zusammen sein und wünschen uns zwei Engagements in Deutschland bei Vereinen, die räumlich nicht so weit voneinander entfernt sind. Düren und Aachen zum Beispiel. Das wäre absolut ideal.“

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