Musikverein „Frohnsinn“: Der Name ist Programm

Von: ale
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Goldene Verdienstmedaille: Eine wirklich außergewöhnliche Ehrung seitens des Internationalen Musikverbands erfuhr Hans Arend. Neben ihm die Vorsitzende des MV Frohsinn, Tanja Schimmelpfennig, und Micha Rosenkranz, Vorsitzender des Kreisverbandes. Foto: ale

Schmidt. Die Musiker des MV „Frohsinn“ Schmidt waren auch im letzten Jahr ihrem Namen treu und verbreiteten bei insgesamt 27 Auftritten viel Frohsinn. Der Geschäftsbericht und Neuwahlen sowie eine außergewöhnliche Ehrung waren die wichtigsten Tagesordnungspunkte der Generalversammlung, die im Saal des „Schützenhof“ am Dienstagabend stattfand.

Der Dirigent, Heinz Hilgers, nun seit drei Jahren in Schmidt aktiv, betonte, dass er sich hier sehr wohl fühle. Es sei seiner Leitung zu verdanken, dass mehr moderne und rhythmische Stücke einstudiert werden, meinte Geschäftsführer Hans-Gerd Kuhn.

„Wir haben uns der Volksmusik verschrieben, spielen gerne Märsche, aber auch Schlager und Rock gehören in unser Repertoire, weniger die konzertante Blasmusik“, ergänzte er. Seinem Jahresrückblick hörten die Musiker und Inaktiven aufmerksam zu, er hob einige Auftritte bei befreundeten Vereinen hervor, beispielsweise, wie sehr man beim Schützenfest in Kleinhau geschwitzt habe und wie begeistert man in Brandenberg wieder empfangen worden sei.

Zu Hause sei zweifellos das Oktoberfest das Highlight des Jahres.

Umso mehr betrübte es den Vorstand, dass einige Jugendliche nicht mehr weitermachen wollten, das ging aus dem Bericht der Jugendwartin, Sabine Wirtz, hervor. „Uns stimmt es aber optimistisch, dass wieder zwei Neue hinzugekommen sind. Unsere Werbeaktionen in der Schule und im Kindergarten hatten Erfolg“, sagte sie.

Dank und Anerkennung sprach die Vorsitzende, Tanja Schimmelpfennig, den Vorstandsmitgliedern aus. Auch der Wahlleiter, Gregor Lövenich, hob hervor, dass „hier jahrelang gute Arbeit geleistet worden sei“. Rasch war die Versammlung sich einig, dass Manuel Lennartz der neue erste Vorsitzende werden sollte. Kristina Krausen wurde zur Geschäftsführerin gewählt und Monika Breuer zur Kassiererin.

Es zeigte sich eine erstaunliche Bereitschaft, im Vorstand mitzuarbeiten und verschiedene Aufgaben zu übernehmen, so wurden Tanja Schimmelpfennig, Peter Freiboth, Berthold Lennartz, Kathrin Marx, Sabine Wirtz und Helmut Breuer zu Beisitzern gewählt.

Micha Rosenkranz, der Vorsitzende des Kreisverbands Düren im Volksmusikerbund NRW, war nach Schmidt gekommen, um Ehrungen vorzunehmen. Die Ehrennadel in Altsilber erhielt Christina Hoheiser für 20-jährige aktive Tätigkeit.

Dann sagte Micha Rosenkranz: „Eine solche Ehrung wie die folgende habe ich noch nie verliehen!“ Es ging um den 80-jährigen Musiker Hans Arend. Er hatte seinen ersten Auftritt 1950 in Duisburg, 1968 kam er zum Musikverein Frohsinn Schmidt. Er spielte Trompete, Saxofon, Tenorhorn und bis ins Jahr 2013 die Tuba. Darüber hinaus leistete er 25 Jahre lang Vorstandsarbeit in verschiedenen Ämtern und bildete Jugendliche aus.

Für 66 Jahre aktive Volksmusik verlieh Micha Rosenkranz dem strahlenden Jubilar die „Goldene Verdienstmedaille“ des Internationalen Musikverbands CISM (Confédération Internationale des Sociétés Musicales). Die Vereinsmitglieder erhoben sich von ihren Plätzen und spendeten lange Applaus. Lachend erzählte Hans Arend: „Die Tuba ist mir zu schwer geworden; man muss sich vorstellen, dass bei Umzügen zum Musizieren das Marschieren kommt, das ist mir jetzt zu anstrengend. Aber Saxofon spiele ich mit Freude weiter im Orchester.“

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