Mobilität als Chance: Düren ist Pendlerstadt

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Eine Studie der Arbeitsagentur belegt: Düren ist eine Pendlerstadt. Knapp 60 Prozent der in der Stadt tätigen Arbeitnehmer kommen aus Nachbarkommunen. Foto: Abels

Kreis Düren. Nicht nur der Blick auf überfüllte Autobahnen und Züge lässt erahnen, dass Düren eine Pendlerstadt ist. Nun belegt eine Studie der Agentur für Arbeit, dass rund 58,3 Prozent der Arbeitnehmer in der Stadt Düren aus Nachbarkommunen stammen.

Wer kennt ihn nicht, den Berufsverkehr? Morgen für Morgen machen sich Tausende von Menschen auf den Weg zu ihren Arbeitsstellen. Züge und Autobahnen sind zu Stoßzeiten regelmäßig von Pendlern überfüllt. Laut einer Studie der Agentur für Arbeit gab es im Juni vergangenen Jahres 36191 so genannte sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Doch fast jeder zweite wurde von einem Arbeitnehmer „besetzt”, der nicht in der Stadt wohnt. Exakt 15083 Dürener leben und arbeiten auch hier. 58,3 Prozent der Arbeitnehmer, die in Düren einen Job haben, kommen aus Nachbarkommunen wie Kreuzau, Aachen oder Niederzier. So wie Ortsfremde hierher kommen, fahren Dürener zum Arbeiten in die Nachbarschaft. Rund 11435 Dürener gehen einer Beschäftigung in anderen Städten nach. Viele dieser Auspendler zieht es nach Köln (etwa 1900) oder Aachen (1229), während Einpendler hauptsächlich aus Kreuzau (2360) und Aachen (1978) stammen.

„Die Pendlerzahlen weisen sehr deutlich darauf hin, welch großen Einfluss das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage und das Zusammenpassen beruflicher Qualifikation auf die berufliche Mobilität hat”, erklärte Harald Küst, Chef der Dürener Agentur für Arbeit. Die Spitzenreiter unter den Arbeitgebern in Düren sind bei den Pendlern die Dienstleistungsbranche und der Gesundheitssektor. Letzterer ist auch bei den einpendelnden Auszubildenden besonders beliebt. 282 Nicht-Dürener lassen sich im Gesundheits- und Sozialwesen ausbilden. Mit Abstand folgt der Facheinzelhandel mit 168 Azubis. Die Handelsbranche ist mit etwa 110 Personen auch die größte Gruppe unter den Auspendlern.

Harald Küst hofft, dass Auszubildenden und Arbeitssuchenden durch die Studie deutlich wird, wie wichtig Qualifikation und Mobilität auf dem Arbeitsmarkt heutzutage sind. „Mobilität ist in der modernen Arbeitswelt unverzichtbar geworden. Sie eröffnet Chancen - auch in Zeiten der Krise, erklärt er. Küst zeigt sich erfreut über den hohen Anteil der Dienstleistungsberufe. Hier werden nach seiner Einschätzung die Fortschritte im Strukturwandel sichtbar.

Zu den Spitzenreitern unter den Dürener Auspendlern gehören Mitarbeiter aus den Branchen Handel (1983 Arbeitnehmer) und Dienstleistung (1977 Arbeitnehmer). Nur wenig vertreten sind hingegen die Bereiche Textil- und Bekleidungsgewerbe oder der Fahrzeugbau.

Auch viele Azubis sind unter den Pendlern. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2077 junge Menschen in Düren ausgebildet, davon „reisten” 1136 täglich zu ihrem Ausbildungsbetrieb an. Neben den 941 Dürenern, die in ihrer Heimatstadt ausgebildet wurden, fahren laut Agentur für Arbeit jeden Tag 640 junge Leute zum Lernen in andere Städte.
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