Mitgliederzahl: Eifelverein muss sich fit für die Zukunft machen

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Bildnummer: 52648568 Datum: 02.08.2008 Copyright: imago/Geisser Bergschuhe neben einer Anglerrute vor einem Zelt auf einem Zeltplatz im Kanton Uri, Objekte; 2008, Uri, Schweiz, Zelten, Wanderschuhe, Wandern, Wanderung, Angeln, Aktivitäten; , quer, Kbdig, Einzelbild, , Reisen, Europa Bildnummer 52648568 Date 02 08 2008 Copyright Imago Geisser Hiking boots next to a before a Tent on a Campground in Canton Uri Objects 2008 Uri Switzerland Tents Hiking shoes hiking Hike Fishing Activities horizontal Kbdig Single Travel Europe

Kreis Düren. Auch der Eifelverein bekommt die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung zu spüren. Rückläufige Mitgliederzahlen, Überalterung und abnehmendes Interesse am Ehrenamt machen der größten Bürgerinitiative der Eifel mit rund 27.000 Mitgliedern zu schaffen.

„In den vergangenen sechs Jahren haben wir jährlich 500 Mitglieder verloren und laufen nun Gefahr, bei unveränderten Rahmenbedingungen unsere Satzungsaufgaben nicht mehr erfüllen zu können“, sagt die Hauptvorsitzende Mathilde Weinandy.

„Handeln und die Bereitschaft, Veränderungen zu akzeptieren, sind jetzt angesagt“, sagt Weinandy weiter, „und wir im Hauptverein arbeiten seit Längerem daran, die Weichen für die Zukunft zu stellen“. Als eine der Kernaufgaben sieht die Bürgermeisterin von Prüm die Wegearbeit des Eifelvereins, die seit 1890 ehrenamtlich für die Eifel zur Förderung des Wandertourismus geleistet wird. 2800 Kilometer Hauptwanderwege legen sich netzartig über die Eifel und bildeten seit über 100 Jahren das Grundgerüst zum Wandern.

Mit dem Aufkommen qualitativ besserer Wanderwege wie Eifelsteig oder Moselsteig, die aus Steuergeldern finanziert und professionell touristisch vermarktet werden, sind die Wege des Eifelvereins ins Hintertreffen geraten. „Diese Entwicklung haben wir kommen gesehen und deswegen frühzeitig reagiert“, ergänzt Manfred Rippinger, Hauptgeschäftsführer des Eifelvereins.

Die Übernahme des Wegemanagements der meisten neuen touristischen Qualitätswege (1700 Kilometer), Teilverlegungen eigener Wege auf Eifelsteig und Co. oder die Einführung eines Patenschaftssystems für die Hauptwanderwege zur nachhaltigen Pflege wurden realisiert. Der Eifelverein als Dienstleister für die Region müsse laut Rippinger nicht nur seine Mitglieder, sondern verstärkt auch den Kunden und damit den Wanderer an sich im Auge haben, um mit den touristischen Angeboten konkurrieren zu können.

An Entschlossenheit, Veränderungen umzusetzen, mangelt es nicht. So hat die jüngste Mitgliederversammlung beschlossen, das vereinseigene Jugendferienheim bei Simmerath zu verkaufen. Auf der Tagesordnung der nächsten Versammlung am 21. Mai in Speicher steht die Abgabe der Niederburg in Manderscheid.

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