Mit voller Kraft in die Teilzeit-Ausbildung

Von: kin
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Mit dem Projekt „TEP 4 Future” soll Frauen und Männern eine Ausbildung in Teilzeit ermöglicht werden. Im Kreis Düren kümmern sich Marion Klein-Bojanowski, Silke Niessen, Gabi Esch, Gilla Knorr, Daniela Jansen und Waltraud Gräfen um das Projekt. Foto: Sandra Kinkel

Kreis Düren. „Viele potenzielle Auszubildende, aber auch viele Betriebe kennen die Möglichkeit einer Berufsausbildung in Teilzeit überhaupt nicht. Das muss sich ändern.” Gilla Knorr, Frauenbeauftragte der Stadt Düren, weiß, wovon sie spricht.

Gerade für junge Mütter und Männer und Frauen, die einen Familienangehörigen pflegen, ist es schwer, eine Berufsausbildung zu absolvieren. Und genau diesen Menschen soll das neue Projekt „Tep 4 Future” helfen. „Tep 4 Future” steht für „Teilzeitberufsausbildung, Einstieg begleiten, Perspektiven öffnen” und wird im Kreis Düren zum ersten Mal angeboten. Projektträger ist die gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Low-tec, mit von der Partie sind das Frauenbüro der Stadt Düren, die Agentur für Arbeit, die Regionalagentur Aachen, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer und die Job-com des Kreises Düren.

Zunächst werden in Düren zehn Plätze bei „Tep” angeboten. Projektleiterin Marion Klein-Bojanowski: „Das Projekt richtet sich an Mütter und Väter und an Menschen mit Betreuungsverpflichtungen, die aufgrund von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen keine Vollzeitausbildung machen können.” Voraussetzung, so Klein-Bojanowski, sei, dass noch keine abgeschlossenen Berufsausbildung vorhanden ist.

Bei der Teilzeitausbildung sind die Arbeitszeiten auf 25 Stunden pro Woche reduziert, trotzdem verkürzt sich die normale Ausbildungszeit nicht. „Das funktioniert bei fast allen Berufen”, sagt Daniela Jansen von der Regionalagentur Aachen. „Schwierigkeiten gibt es nur bei Berufen, die mit einem Examen - also zum Beispiel Krankenschwester - enden.” Am Krankenhaus Düren, berichtet Klein-Bojanowski, werde derzeit ein Modellprojekt angeboten. „Dort dauert die Teilzeitausbildung allerdings fünf Jahre.”

Wer einen Platz bei „Tep” bekommt, wird auf dem Weg in die Teilzeitausbildung und während der Lehre ein Jahr begleitet. Die Männer und Frauen bekommen Hilfe, einen Ausbildungsplatz und einen Kinderbetreuungsplatz zu finden.

Daniela Jansen: „Viele junge Mütter, die eine Ausbildung machen wollen, haben natürlich große Sorgen um ihre Kinder. Bei diesem neuen Projekt soll ihnen auch geholfen werden, wieder den Glauben an sich selbst zu entwickeln.”

Darüber hinaus, führt Daniela Jansen aus, sei eine Ausbildung in Teilzeit durchaus auch für die Betriebe interessant. „Junge Mütter sind sehr motiviert und vor allen Dingen sehr gut organisiert.” Mit âTep´ könne es gelingen, den Frauen die Möglichkeit zu geben, sich und ihre kleine Familie selbst zu finanziern. „Und wir beugen dem großen drohenden Fachkräftemangel vor.”
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