Düren/Jülich - Mit einer Speichelprobe Judiths Lebensretter werden

CHIO Freisteller

Mit einer Speichelprobe Judiths Lebensretter werden

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
14348545.jpg
Sie sucht immer noch ihren Lebensretter: Judith aus Jülich. Foto: www.helft-judith.de
14348544.jpg
Lange Schlange im Februar in Jülich: Die Hilfsbereitschaft war groß. Foto: Jagodzinska

Düren/Jülich. Die Formulierung wird vermutlich viel zu oft gebraucht und verliert deswegen vielleicht an Wirkung. Am Samstag trifft sie zu. Es geht um Leben und Tod. Der Kreis Düren ruft die Menschen dazu auf, sich typisieren zu lassen, um möglicherweise einen Stammzellenspender für an Leukämie Erkrankte zu finden.

Zwei Menschen aus dem Kreis stehen im Mittelpunkt der Aktion am Samstag, 8. April zwischen 11 und 16 Uhr im Berufskolleg der Kaufmännischen Schulen an der Euskirchener Straße in Düren.

Ein Mann aus Düren und die sechs Jahre alte Judith aus Jülich brauchen einen Stammzellenspender. „Für Judith gibt es keine andere Möglichkeit. Wenn wir keinen Spender finden, dann wird sie nicht groß werden“, sagt Markus Alwin Bulla, Arzt am Krankenhaus Jülich. Im Februar hatte es schon einmal Typisierungen in Jülich gegeben, rund 3000 Menschen sind hingegangen und haben ihre Gewebemerkmale zur Analyse abgegeben. „Für Judith war bisher leider kein Spender dabei. Deswegen machen wir weiter“, sagt Bulla. Deswegen die Aktion am Samstag in Düren.

Die Schirmherrschaft hat Landrat Wolfgang Spelthahn übernommen, Partner der Aktion ist dieses Mal nicht die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), sondern die Knochenmarkspenderzentrale am Uniklinikum Düsseldorf. Laut Bulla unterstützt die DKMS pro Person eine Aktion, deswegen hätten er und die Mitorganisatoren vom Kreis Düren einen anderen Partner gewählt. „Am Ende landen die Daten nach der Typisierung in ein und derselben Datei“, erklärt Bulla. In dieser Datei sind die Gewebemerkmale der Stammzellen gespeichert.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch für einen anderen Stammzellen spenden kann, liegt zwischen 1:20.000 und 1:1.000.000. Deswegen sei es wichtig, dass die Zahl der typisierten Menschen immer größer wird.

Zwischen 17 und 55 Jahre

Im Gegensatz zur Aktion in Jülich im Februar haben die Organisatoren diesmal ein ein anderes Prozedere für die Typisierung gewählt. Den Teilnehmern wird kein Blut abgenommen. Sie entnehmen mit Wattestäbchen selbst Speichelproben aus ihren Mund. Vorher muss jeder, der sich typisieren will, Angaben zu seiner Person machen. Jeder Menschen zwischen 17 und 55 Jahren kann sich, entsprechende Gesundheit vorausgesetzt, typisieren lassen. Alle Voraussetzungen werden im Gespräch vor der Entnahme der Probe überprüft.

Bulla weißt darauf hin, dass auch die helfen können, die als Stammzellenspender nicht infrage kommen. „Jede Typisierung kostet 40 Euro. Mit einer Spende leistet man einen wichtigen Beitrag.“ Generell bestehe allerdings keine Zahlungspflicht. Tatkräftige Unterstützung sei ebenfalls gefragt. Viele Mitarbeiter der CTW-Krankenhäuser helfen vor Ort mit. 20 Schreib- und 20 Abstrichentnahmeplätze werden eingerichtet.

Es gibt ein Spendenkonto, um die Aktion rund um Judith zu unterstützen. Empfänger: Stammzellspende Rheinland e.V. //STAR e.V., IBAN: DE043005 011010048752 31; Verwendungszweck: Judith.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert