Mit einem Klick in allen Krankenhäusern sichtbar

Von: luk
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Freuen sich, Röntgenbilder in
Freuen sich, Röntgenbilder in allen Ebenen betrachten zu können: Horst Krumbach vom Förderverein und die Ärzte Dr. Martin Kim-Steinhoff und Kai Roeber (v.l.). Foto: Weinberger

Lendersdorf. Der Chefarzt der Radiologie des St.-Augustinus-Krankenhauses Lendersdorf, Dr. Martin Kim-Steinhoff, und Oberarzt Kai Roeber sind mächtig stolz auf ihren neuen Befundarbeitsplatz.

Und das nicht ohne Grund, denn dieser ist mit dem hochmodernen PACS-System (Picture Archiving and Communicating System) ausgestattet. Dank dieses Systems werden Röntgendiagnostik, Schnittbildbetrachtung und -befundung wesentlich einfacher.

„Wir können Bilder in allen Ebenen begutachten, - von oben, unten oder auch seitlich. Zusätzlich können wir verschiedene Schichten des Röntgenbildes betrachten”, erklärte Kim-Steinhoff stolz. Auch den Patienten können die Ärzte diese Bilder vorführen und ihnen am Computer die genauen Befunde veranschaulichen.

Digitaler Transfer

Doch der größte Vorteil des neuen Systems ist die Vernetzung. Nicht nur im OP und auf der Intensivstation können die Bilder, die auf dem Gerät im Zimmer des Oberarztes Roeber liegen, betrachtet werden, sondern auch in den anderen Krankenhäusern der Caritas Trägergesellschaft West (Ctw). Ob in Linnich, Birkesdorf, Jülich oder Prüm - die Bilder können sogar zeitgleich in allen Krankenhäusern betrachtet werden. „Vor allem bei einem Patiententransfer ist das von großem Vorteil. Es ist nicht mehr notwendig, dem Patienten Aufnahmen mitzugeben. Diese können direkt auf dem Rechner abgerufen werden”, berichtete Roeber.

Zudem sind die Bilder auf den Rechnern digitalisiert, können nicht mehr verlorengehen und auch noch einige Jahre später Aufschluss über eventuelle Krankheitsbilder geben. Sogar Videokonferenzen sind möglich. Dort können die Ärzte der verschiedenen Krankenhäuser die Bilder analysieren und bewerten, Entscheidungen über die richtige Behandlung können gemeinsam getroffen und die Operationsplanung vorangetrieben werden. Diese Förderung des interdisziplinären Dialogs werde immer wichtiger. „Ein großer Pluspunkt des neuen Systems ist auch, dass zum Beispiel neue Hüftgelenke passgenau auf einem Menschen zugeschneidert werden können. Die Bilder geben exakten Aufschluss über die Maße”, sagte Kim-Steinhoff.

Das System ist seit knapp vier Wochen in Betrieb. Zu verdanken hat das Krankenhaus die Anschaffung einem Dürener Unternehmer. „Der Patient hat sich bei uns gut aufgehoben gefühlt und unserem Förderverein eine größere Summe gespendet”, freute sich Kim-Steinhoff. So trug der Förderverein des Krankenhauses 12.500 Euro der insgesamt 14.000 Euro Anschaffungskosten. Den Rest besorgte das Haus selbst. „Ingesamt haben wir dem Krankenhaus seit Januar 1996 240.000 Euro zur Verfügung gestellt”, berichtete Horst Krumbach. „Dennoch brauchen wir dringend neue Mitglieder.”

Informationen zum Förderverein gibt es im St.-Augustinus-Krankenhaus - und telefonisch unter Tel.: 02421/599831.
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