Kreis Düren - Ministerin steht hinter ihren Landwirten

Ministerin steht hinter ihren Landwirten

Von: hfs.
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Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (2.v.l.) nahm sich nach ihrer Ansprache sehr viel Zeit, mit einer Abordnung von rheinischen Milchbauern zu diskutieren.

Kreis Düren. Im Kampf um gerechte und faire Milchpreise legt sich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner weiter mit der EU-Kommission in Brüssel an. „Ich werde weiterhin dafür kämpfen, dass Ihre berechtigten Forderungen umgesetzt werden”, rief Aigner bei einer Parteiveranstaltung in Jülich rund 50 demonstrierenden Milchbauern zu.

Die hatten sich im Rahmen eines Scheunenfestes des CDU-Kreisverbandes Düren unter die rund 500 Gäste gemischt. Die Veranstaltung verlief störungsfrei, die Ministerin nahm sich sehr viel Zeit, mit einer Abordnung der Milchbauern zu diskutieren.

„Die Bundesregierung muss sich für kurzfristige Maßnahmen einsetzen, die den Verbrauch von Milch- und Milchprodukten ankurbeln. Mit Erzeugerpreisen um die 20 Cent kann kein Milchbauer in Deutschland auf Dauer wirtschaftlich über die Runden kommen.”

Ute Wiesen war mit einer Abordnung der rheinischen Milchbauern von Hellenthal nach Lich-Steinstraß gekommen, um mit Ministerin Ilse Aigner persönlich die derzeitige Problematik zu erörtern. „Die Ministerin hat uns versprochen, sich weiterhin für unsere Belange in Brüssel einzusetzen”, berichtete die Bäuerin nach dem persönlichen Gespräch.

Dabei hatte man der Bundeslandwirtschaftsministerin eine Resolution überreicht, in der unter anderem nachdrücklich die Forderung erhoben wird, die EU-Agrargelder beizubehalten. „Die Landwirte können nach 2013 keine Kürzung der Ausgleichszahlungen hinnehmen”, hieß es.

Zuvor hatte Aigner als Ehrengast des CDU-Kreisverbandes Düren ausdrücklich erwähnt, dass sie sich trotz vieler Abstimmungs-Rückschläge nicht entmutigen lässt. „Mein Einsatz in Brüssel ist groß und massiv. Aber wir brauchen für unsere Forderungen einfach Mehrheiten”, sagte die Agrarministerin. Ein schwieriges Unterfangen, denn schließlich habe Deutschland in der EU nur 29 Stimmen, Österreich zehn. „Aber wir wir brauchen immer bei Gesetzesänderungen die qualifizierte Mehrheit von 97 Stimmen.”

Aigner versprach, sich für die Abschaffung beziehungsweise Reduzierung von Kosten- und Wettbewerbsnachteilen einzusetzen. Vor diesem Hintergrund kritisierte sie vor allen Dingen ihre Vorgängerin in Amt, Renate Künast. „Rot-Grün hat systematisch gekürzt, wir dagegen haben in den letzten Jahren rund 3,7 Milliarden Euro in agrarsoziale Absicherungen gesteckt. Dies sind 60 Prozent meines Haushaltes.”

Aigner mahnte aber auch vor dem Hintergrund des Preisverfalls in der Agrarwirtschaft zur Besonnenheit. So müsse auch in der Landwirtschaft ein Umdenkungsprozess stattfinden. Der Markt der regenerativen Energien könnte zum Beispiel noch weiter ausgebaut werden. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund der weltweiten Bevölkerungsexplosion, „schließlich wächst die pro Jahr um 80 Millionen”.

So werde in Zukunft eine hochqualitative Landwirtschaft gebraucht. „Aber nicht nur auf dem Rücken der Bauern.” Deshalb sei die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage längst überfällig. „Nur so kann die Landwirtschaft besser mit den zunehmenden schwankenden Märkten umgehen.”

Begrüßt wurde Ilse Aigner vom Dürener CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel. Der dankte insbesondere dem Ehepaar Hans-Günther und Ellen Engels, in deren Scheune die Veranstaltung stattfand. „Das ist die richtige Örtlichkeit für ein solches Fest”, lobte die Ministerin.
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