„Mi Hätz“: Lieder mit Quetsch, Gitarre und Ohrwurm-Potenzial

Von: Jörg Abels
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Im Tonstudio von Berufsmusiker Stefan Vogt (r.) feilen Stephan Milz (l.) und Mario Herzogenrath an den neuen „Mi Hätz“-Liedern. Foto: Abels

Niederzier/Ellen. Den Refrain einsingen, wieder und wieder, an der Melodie feilen, Instrumente einspielen: Stephan Milz und Mario Herzogenrath legen sich im Tonstudio von Stefan Vogt in Ellen mächtig ins Zeug. Nicht ohne Grund. In zwei Wochen wird es für das neue Musikduo ernst.

Auf der 23. Kölschen Nacht der „Maifreunde“ Niederzier am Freitag, 5. Mai, wird sich „Mi Hätz“ erstmals ins Rampenlicht einer breiteren Öffentlichkeit wagen – und das mit komplett eigenen Liedern. Das ist ihnen wichtig.

Mit dem Lied „Schweessfööss & Schabau“, das von zwei erfolglosen Ewig-Junggesellen handelt, die aufgrund ihrer Lodderigkeit einfach keine Frau finden wollen, haben sie an den Karnevalstagen bereits einen Song präsentiert, der rund um Niederzier bei kleinen Spontaneinlagen mit seinem eingängigen Refrain schnell zum Ohrwurm wurde und das musikalische Potenzial der beiden Stimmungsmacher andeutete. Jetzt legen sie nach. Bis zum Herbst soll bereits eine erste CD fertig sein

Geplant war das alles nicht. „Ursprünglich wollten wir nach einem Musikabend in einer Gastwirtschaft bei uns in Niederzier den Kneipenkarneval wiederbeleben“, erzählt Stephan Milz, der seit mehr als drei Jahrzehnten mit der Showband „Blue Diamonds“ eine feste Größe in der regionalen Musikszene ist. „Einfach mit Quetsch und Gitarre durch die Kneipen ziehen.“ Doch schon bei der ersten lockeren Probe stellten beide fest, das sie eigentlich doch mehr wollen, als nur bekannte Hits Kölner Bands nachzusingen.

Sie griffen zum Stift, brachten in kaum mehr als zwei Stunden die Urversion von „Schweessfööss & Schabau“ zu Papier, die Stefan Vogt in seinem Studio veredelte und anschließend auch in einem spaßigen Musikvideo umsetzte. Der Berufsmusiker hat bereits mit Größen wie Gloria Gaynor, Jennifer Rush und Stefan Mross gearbeitet, weiß, worauf es ankommt, und sorgt mit seiner Erfahrung im Studio für die Professionalität, die bei musikalischen Newcomern ansonsten selten anzutreffen ist.

Das wird auch in den neuen Liedern von „Mi Hätz“ deutlich: „Et Präsidenteleed“, das von einem Sitzungspräsidenten erzählt, der im Karneval jeden Redner, jede Band noch toppt, oder der mindestens ebenso eingängigen Polka „Mai Gaby“, mit dem Stefan Milz und Mario Herzogenrath auch ihre Verbundenheit zum Maibrauchtum ausdrücken wollen: „Hätzje, Liebche, Sonnenschein, Du sollst meine Maifrau sein“. Traditionell, aber nicht altmodisch – so wollen sich die beiden präsentieren. Dabei setzen sie in ihren Texten auf eine Mischung aus Mundart und Hochdeutsch. „Halt so, wie wir auch sprechen“, erklärt Mario Herzogenrath und lacht. Dass den Beiden ihr Projekt großen Spaß macht, ist kaum zu überhören.

Damit sich die Besucher der „Kölschen Nacht“ schon mal mit den Liedern vertraut machen können, wollen die beiden Musiker die neuen Stücke am Wochenende auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichen. Und wie soll es dann weitergehen? „Wir greifen bewusst nicht nach den Sternen“, betont Stephan Milz, „und gehen ganz entspannt an die kommenden Aufgaben heran“. „Mi Hätz“ hätte nichts dagegen, wenn sich schon in der kommenden Session der eine oder andere Auftritt ergeben würde. „Wir sind für alles offen.“ Auf jeden Fall hat das Duo Blut geleckt und will sich auch in Richtung der Karnevalshochburg Köln orientieren.

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