Massive Veruntreuungen beim Kreis Düren

Von: tp
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Kreis Düren. Zwei Mitarbeiter der Jobcom des Kreises Düren haben über mehrere Jahre zusammen fast 300.000 Euro veruntreut. Das teilte der Kreis am Donnerstagnachmittag mit. Die Fälle seien durch interne Kontrollen festgestellt worden.

Ein Mitarbeiter der Jobcom habe mittels fingierter Rechnungen Gelder in einer Gesamthöhe von rund 250.000 Euro veruntreut, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. Die Taten seien nach der Aufdeckung unverzüglich angezeigt worden, der tatverdächtige Mitarbeiter daraufhin verhaftet worden. Der Kreis habe ihm fristlos gekündigt.

In einem weiteren Fall habe eine ehemalige Mitarbeiterin der Jobcom über mehrere Jahre Gelder in Höhe von rund 40.000 Euro veruntreut. Auch sie wurde unverzüglich nach Bekanntwerden der Taten angezeigt und fristlos entlassen. Die Frau habe bei einer kreisangehörigen Kommune Aufgaben für das Kreissozialamt wahrgenommen.

Der Sprecher des Kreises Düren, Josef Kreutzer, wollte zu den Fällen mit Verweis auf das laufende Ermittlungsverfahren keine weitere Stellungnahme abgeben. Die Staatsanwaltschaft Aachen war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Wie genau die Veruntreuungen ans Tageslicht kamen, bleibt offen. Der Kreis erklärte, man arbeite nun „mit Nachdruck an einer weiteren Optimierung des internen Kontrollsystems“, um derartige Straftaten in Zukunft ausschließen zu können. Die Jobcom betreut im Kreis Düren die Empfänger von Leistungen nach Hartz IV.

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