Letzte Tipps für ersten Sechs-Pfoten-Lauf im Rurpark

Von: Sarah Maria Berners
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Trainingseinheit in Wollersheim: Nicole Heßmert, Vorsitzende der „Rurpfoten“ und ihr Hund Smile. Foto: smb, dpa

Düren. „Taktisch ist es natürlich klug, wenn man seinen Hund vor dem Rennen ausführt“, gibt Ralf Meurer vom Verein „Rurpfoten“ schon mal einen kleinen Tipp für den „Ersten Dürener Sechs-Pfoten-Lauf“. Denn jede Pause ist zwar gut für die laufende Konkurrenz, aber schlecht für die eigene Zeit.

Zum ersten Mal veranstaltet der Birkesdorfer Turnverein beim traditionellen Drei-Brücken-Lauf mit dem Hundesportverein „Rurpfoten“ auch einen Geländelauf für Partner auf „sechs Pfoten“. „Hundehalter und Hunde müssen jetzt nicht mehr nur am Streckenrand zuschauen. Sie können sich auf einen 2,6 Kilometer langen Rundkurs direkt entlang der Rur begeben“, blickt Nicole Heßmert, Vorsitzende der „Rurpfoten“, auf den 18. Juli. Jedes Team, das sich die Runde zutraut, ist willkommen.

Gestartet wird anders als bei den Läufen für Zweibeiner auch nicht in der Masse. Das würde nur ein Wirrwarr aus Leinen und Beinen geben. „Es wird einen versetzten Einzelstart geben, so dass zwischen jedem Team 30 Sekunden Pause liegen“, erklärt Ralf Meurer die Regeln. Überholt werden darf natürlich. „Das klappt mit Hunden meistens gut. Wenn sie aber doch mehr Interesse an ihren Artgenossen zeigen, dann liegt es am Läufer, den Hund zu motivieren“, erklärt Nicole Heßmert, Mit-Initiatorin des Laufes.

Längst schon ist der Sport mit dem Hund für viele Menschen ein wertvoller Bestandteil einer aktiven Lebenskultur geworden, wissen die „Rurpfoten“. Hunde seien nicht nur Begleiter im Alltag, sondern oft auch Motivation, dem Sofa zu entfliehen und das ganze Jahr über und bei jedem Wetter draußen aktiv zu sein. Jetzt endlich könne der vierbeinige Trainingspartner auch mit an den Start. „Canicross“, also Läufe mit Hund, würden sich zunehmend zu einem Trendsport entwickeln. „Die meisten Hunde laufen schließlich von Natur aus gerne“, erklärt Heßmert.

Auch wenn es beim „Ersten Dürener Sechs-Pfoten-Lauf“ in erster Liene um Freude und Bewegung geht, wird die Zeit gemessen und in Alterskategorien (es zählt das Alter des Herrchens, nicht das des Hundes) ausgewertet. Und weil sechs Beine nun mal nicht unbedingt gleichzeitig über die Start- und Ziellinie laufen, zählt zu Beginn der erste Partner und am Ziel der letzte. Während die Herrchen ihre Hunde nicht ziehen und „zur Vorwärtsbewegung zwingen dürfen“, dürfen die Hunde gerne vorauslaufen und ihre zweibeinigen Laufpartner im übertragenen Sinne mitreißen. Sie müssen aber nicht.

Beim Spazierengehen ist es nicht erwünscht, dass Hunde ziehen. Beim Laufen ist das aber gewollt“, erklärt die Hundehalterin. Schnell könnten Hunde lernen, die verschiedenen Situationen zu unterscheiden. „Besonders geeignet ist für das Laufen mit Hund ein Hüftgurt“, erklärt Nicole Heßmert. Denn so könne man die Arme in der natürlichen Laufbewegung lassen. Ein Muss ist diese Spezialausrüstung aber nicht. Weil Tierschutz den Veranstaltern am Herzen liegt, sind Würge- und Stachelbänder oder elektronische Strafreizgeräte verboten. Schließlich soll die Veranstaltung Hunden und Menschen Freude bereiten. „Wir müssen natürlich auch auf das Wetter schauen. Zu heiß darf es für einen solchen Lauf nicht sein“, erklärt Nicole Heßmert.

Für die Verpflegung von Mensch und Tier mit Wasser ist am Wegesrand gesorgt – und anders als bei gewöhnlichen Läufen, stehen auch Schaufeln, Tüten und Tonnen parat. Denn falls Vierbeiner doch während des Rennens ihr Geschäft erledigen müssen, sollen die nächsten Läufer nicht hineintreten.

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