Lehrermangel: Schulamt schaut schon gespannt Richtung Mai

Von: cro
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Zum Start des zweiten Halbjahres sind noch 14 Stellen an Grundschulen im Kreis Düren unbesetzt.

Kreis Düren. Im Februar beginnt das neue Schulhalbjahr, also können sich Schüler unter Umständen auf neue Lehrer einstellen. „Einstellen“ ist das Stichwort: Wie viele Lehrer haben während der jüngsten Bewerbungsphase ihren Weg an die Grundschulen im Kreis Düren gefunden?

Schulamtsdirektorin Anna Helene Lürken des Kreises Düren schildert die Situation in der Stadt Düren und dem Südkreis.

Wie viele Stellen wurden zum neuen Halbjahr besetzt?

Beim Schulamt des Kreises Düren wurden im Vertretungspool vier von zehn Stellen mit sogenannten Seiteneinsteigern besetzt. Das heißt von Lehrern, die nicht zum Grundschul-, sondern beispielsweise zum Gymnasiallehrer ausgebildet wurden und die nun Vertretungsstunden übernehmen. Der Grund: Erst zum 1. Mai kommen wieder ausgebildete Grundschullehrer auf den Markt. Lürken: „Daher werden wir wohl erst einmal nur drei der sechs Stellen wieder ausschreiben und bis Mai warten.“ Die Seiteneinsteiger erhalten befristete Verträge.

An den Grundschulen wurden 20 Stellen ausgeschrieben, sechs wurden besetzt. Fünf (zwei feste Stellen, zwei befristete Vertretungsstellen, eine Sozialpädagogenstelle) davon an vier Schulen in Düren, eine feste in Nörvenich.

An welchen Schulen fehlen Lehrer?

In Düren sind sieben Schulen betroffen. An der Peschschule blieben eine feste Lehrerestelle und eine befristete Vertretungsstelle unbesetzt. Weiter auf der Suche nach jeweils einem Lehrer sind die Paul-Gerhardt-Schule, die GG Mutter Teresa, die KG Bonifatius, die GG Burg Birgel und der Verbund Lendersdorf/Niederau. Lürken: „Die Stelle an der Mutter-Teresa-Schule war erst mit einer Seiteneinsteigerin besetzt, die dann aber eine Stelle an einem Gymnasium bekommen hat.“ Die KG Birkesdorf befindet sich derzeit im Auswahlverfahren für zwei feste Stellen.

In Langerwehe fehlt ein Lehrer an der Martinusschule, in Niederzier an der Schule in Huchem-Stammeln und an der Weihbergstraße. In Nideggen (Burgblick) und Inden (GG Inden) fehlt noch ein Sonderpädagoge beziehungsweise eine Sonderpädagogin.

Wie können Engpässe noch aufgefangen werden?

Das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Vettweiß ist eine Option, wie Lürken sagt. „Wer dort im Februar seine Prüfung ablegt, gilt als Referendar und kann mit 14 bis 18 Wochenstunden einsteigen.“ Interne Optionen wären laut Lürken die Mehrarbeit der Lehrer gegen Bezahlung oder Schulleiter, die Unterrichtsstunden geben würden. Oder: Lehrer auf Teilzeit bekommen mehr Stunden. „Wir schauen auf jeden Fall gespannt auf den Mai“, sagt Lürken.

Stichwort Schulleiter: Sind genügend vorhanden?

Derzeit haben fünf von 17 öffentlichen Schulen in Düren keinen Schulleiter, erklärt Anna Helene Lürken. Die KGS Grüngürtel wird daher von der Schulleitung der Schule St. Arnold mitgeleitet; an der Martin-Luther-Schule und der Paul-Gerhadt-Schule haben jeweils die Konrektorinnen die Aufgaben übernehmen. Die Leitung der Grundschule Echtz übernimmt die Schule in Hoven. An der Verbundschule Lendersdorf/Niederau teilen sich die Konrektorin und die Schulleitung der Schule in Merken die Verantwortung. Lürken: „Im Vergleich zum Beispiel mit Köln ist der Kreis Düren bei den Schulleitern gut aufgestellt. Die Planungen der betroffenen Schulen in Düren sind jedoch erst mal offen, die Stellen sind auch erst seit Kurzem unbesetzt. Außerhalb der Stadt Düren sind im Kreis alle 26 Stellen besetzt.“

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