Pier - Langerwehe und Pier wachsen immer mehr zusammen

Langerwehe und Pier wachsen immer mehr zusammen

Von: Sandra Kinkel
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Das Bürgerhaus in Pier wird nicht nur von den Mitgliedern der sieben Ortsvereine rege genutzt.

Pier. „Wir können sagen, dass die Umsiedlung abgeschlossen ist. Und deswegen haben wir auch den Arbeitskreis ‚Umsiedlung Pier‘ aufgelöst. Seine Arbeit ist getan.“ Gut 13 Jahre war Karl-Heinz Schnitzler Vorsitzender eben dieses Arbeitskreises. „Es war mir und auch den anderen Mitgliedern immer ein Anliegen, dass die Pierer Bürger wirklich an der Umsiedlung beteiligt sind. Aber wir wollten natürlich auch, dass die Langerweher zufrieden sind.“

Karl-Heinz Schnitzler und Dieter Zietz, Vorsitzender des Langerweher Bauausschusses, sind überzeugt, dass beide Ziele erreicht wurden. Zietz: „Die Umsiedlung ist in Langerwehe wirklich absolut akzeptiert. Und die Pierer fühlen sich meiner Einschätzung nach auch als Neu-Bürger von Langerwehe.“ Zum „Arbeitskreis Umsiedlung“, der von Anfang an dem Langerweher Bauausschuss zugeordnet war, gehörten acht Bürger aus Pier, sechs Ratsvertreter von Langerweher, drei Verwaltungsmitarbeiter der Gemeinde, zwei Vertreter von RWE, einer der Bezirksregierung und der Ortsvorsteher von Jüngersdorf.

Schnitzler: „Der Arbeitskreis hat die Umsiedlung sehr aktiv mitgestaltet. Es hat insgesamt 21 Sitzungen gegeben. Unter anderem haben wir uns beispielsweise sehr stark mit Bebauungsplänen beschäftigt.“ Und Dieter Zietz ergänzt: „Die Mitglieder des Bauausschusses haben sich bemüht, alle Beschlüsse des Arbeitskreises eins zu eins umzusetzen.“ Besonders schwierig sei es für die einzelnen Familien gewesen, den geeigneten Standort für ihr neues Domizil zu finden. „Es war den Menschen ein Anliegen“, so Karl-Heinz Schnitzler, „die Struktur des alten Ortes beizubehalten. Und es war uns allen wichtig, dass die alten Straßennamen auch in dem neuen Pier wieder ihren Platz finden.“

„Höflich-konstruktiv‘

Klar, dass es in mehr als einem Jahrzehnt intensiver Arbeit auch manchmal ernste Diskussionen gegeben hat – auch mit der Langerweher Gemeindeverwaltung. „Grundsätzlich“, so Schnitzler, „war die Zusammenarbeit mit der Verwaltung aber gut. Ich würde sie als höflich-konstruktiv beschreiben.“ Neben den neuen Wohnhäusern gibt es in Neu-Pier eine Bürgerhalle, eine Kindertagesstätte und auch einen eigenen Friedhof. Im benachbarten Jüngersdorf ist das „Begegnungszentrum Marienkapelle“ entstanden – groß genug, damit es auch die Pierer als Gotteshaus mit nutzen können.

„Es ist wirklich mittlerweile alles da“, so Karl-Heinz Schnitzler. „Der Umsiedlungsstandort ist eine unbedingte Bereicherung für alle Beteiligten.“ Die Integration der Pierer Bürger sei aus seiner Sicht sehr weit fortgeschritten. „Ich möchte sogar sagen, dass sie so weit fortgeschritten ist, dass man den Begriff der Umsiedlung in Bezug auf Langerwehe und Pier schon fast als historisch bezeichnen kann. Und darüber sind alle Beteiligten sehr froh.“

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