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Kunstakademie macht „Lust auf Kunst“

Von: Beate Weiler-Pranter
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Joanna Schneider probierte im Schnupperkurs von Dozent Dieter Laue neue Maltechniken aus. Foto: Beate Weiler-Pranter

Heimbach. „Lust auf Kunst“ war der diesjährige Start ins Veranstaltungsprogramm der Internationalen Kunstakademie Heimbach überschrieben. Ob an der Staffelei oder an der Druckerpresse, ob mit der Kamera oder handfest mit Hammer und Meißel – die Lust am kreativen Schaffen war während des „Kick off-Tags“ in allen Ateliers auf Burg Hengebach zu spüren.

Ein enttäuschtes Raunen ging durch das Malatelier, als Dozent Dieter Laue seine Teilnehmer am Ende des zweistündigen Schnupperkurses aufforderte, die Pinsel aus der Hand zu legen. „Schade, es war superschön.“, meint auch Joanna Schneider aus Heimbach. „Trotz der Kürze der Zeit habe ich zwei neue Maltechniken kennengelernt.“

Aus dem Bildhaueratelier hallen währenddessen gleichmäßige Hammerschläge. Versunken in ihre Arbeit und gesichert durch große Schutzbrillen bearbeiten die Schnupperkurs-Teilnehmer die vor ihnen ruhenden Marmorsteine. Schlag für Schlag spritzen Marmorsplitter durch den Raum. Langsam nehmen die Stein-Objekte Form an.

Für diesen vierstündigen Kurs ist Margret Burek extra von der Ruhr an die Rur gekommen. „Bei uns in Mülheim habe ich bereits mehrere Malkurse besucht. Aber hier kann ich etwas völlig Neues ausprobieren.“, freut sich die Gymnastiklehrerin und zieht mit ihren Finger die feinen Linien nach, die sie in den weißen, vom Wasser rund geschliffenen Naturstein meißelt. Für sie ist klar: „Ich möchte so das Glitzern des Marmors herausholen.“ Während sie sich vier Stunden der „Sinnlichkeit der Steine“ widmet, erkundet ihr Ehemann mit dem Fahrrad die Rursee-Region.

Wie das Ehepaar Burek entdecken immer mehr Menschen die Eifel als Kultur- und Erholungsregion. Das führte Landrat Wolfgang Spelthahn in seiner Eröffnungsrede zum Akademiestart 2014 aus. Mit eindrucksvollen Zahlen belegte er den kontinuierlichen Erfolg der Internationalen Kunstakademie. 910 Kursteilnehmer – quer durch alle Altersstufen – besuchten im vergangenen Jahr die Kurse von 54 Dozenten aus 16 Nationen. Sieben Werkschauen lockten 3.500 Besucher nach Heimbach. Absoluter Renner 2013 war die Janosch-Ausstellung mit 10.500 kleinen und großen Gästen.

Bei Aktionen wie „Kunstakademie für junge Leute“ hätten zudem junge Menschen „Kunst und Kultur auf höchstem Niveau“ erlebt. Für viele Kinder seien solche Veranstaltungen der Höhepunkt des Jahres gewesen, lobte Spelthahn die kreativen Impulse. Viele dieser Angebote, besonders die Kreativtage für Förderschulen, seien aber nur durch Spendengelder umzusetzen, ergänzte Fred Kessel, 1. Vorsitzender des Fördervereins.

Nach einem musikalischen Intermezzo von Patricia Heiliger, Lisa Kusch, Eric Lennartz und Joachim Locker, die mit dem Landesblasorchester NRW gerade von ihrer China-Tournee zurückgekommen waren, bot Akademiedirektor Professor Frank Günter Zehnder einen spannenden Ausblick auf das Veranstaltungsjahr 2014. „In einer Atmosphäre, in der das Arbeiten Spaß macht, finden diesmal weit über 100 Kurse statt.“, kündigte er an und fügte hinzu, dass er weitere, renommierte Künstler als Dozenten gewinnen konnte . Obwohl das Programm noch nicht gedruckt vorliege, sei die Nachfrage enorm: „Schon jetzt ist der Kurs des Malers Andreas Felger ausgebucht und viele Interessenten stehen auf der Warteliste.“ Auch das Sommerferien-Angebot für Jugendliche sei bereits zu 50 Prozent belegt.

Neben den traditionellen Werkschauen ist wieder eine spektakuläre Sonderaustellung geplant. Nach Rizzi und Janosch soll erneut „ein ganz großer“ zeitgenössischer Künstler in Heimbach präsentiert werden. Wer diesmal Publikumsliebling wird, war den Verantwortlichen allerdings noch nicht zu entlocken.

Mit weiteren Projekten wie Mal-Exkursionen in die nähere Umgebung und dem Dreh eines Piratenfilms an der Rurtalsperre werde die Internationale Kunstakademie auf sich aufmerksam machen, beendete Zehnder seinen Ausblick und eröffnete die 21. Werkschau, die noch bis zum 16. Februar kostenlos zu besichtigen ist.

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