Kulturhauptstadt Europas ist Thema in Düren

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Guido Wevers (l.) und Manfred Bausch (3.v.l.) warben im Kreishaus für das Projekt „Maastricht und Euregio Kulturhauptstadt 2018“. Bei den Dürener Kulturschaffenden rannten sie offene Türen ein.

Kreis Düren. Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kulturausschusses, geriet ins Schwärmen: „Das wäre es doch: Wir waren Papst, wir waren dreimal Fußball-Weltmeister und bald können wir hoffentlich sagen: Wir sind die Kulturhauptstadt Europas 2018!“ Der Fahrplan sähe so aus: Maastricht und die Euregio Maas-Rhein stechen Anfang September mit ihrer kulturellen Vielfalt die beiden niederländischen Mitbewerber aus und dürfen sich auf 2018 freuen.

Dann blickt Europa ein Jahr lang auf das schon nominierte Valletta (Malta) und – so die EU-Kommission will – auf Maastricht samt der Euregio.

Entsprechend zahlreich waren Kulturschaffende und die führenden Köpfe der Kulturinstitute entlang der Rur zur Kreis-Kulturkonferenz ins Kreishaus gekommen, die sich nur mit diesem Thema befasste. Maastricht, klar. Aber Euregio? Mit fast 10.500 Quadratkilometern ist die Euregio Maas-Rhein groß wie Shanghai, mit 3,9 Millionen Einwohnern wäre sie eine respektable Metropole. Das Besondere ist ihre kulturelle Vielfalt, gespeist aus unzähligen Quellen. Mit Blick auf das Jahr 2018 soll diese Vielfalt zum Blühen gebracht werden. Dafür werben die Projektleiter. Im Kreis Düren rannten sie offene Türen ein.

Zusammengehörigkeit

„Kein Kreis ist so aktiv. Aber Sie haben noch viel mehr zu bieten, als Ihnen selbst bewusst ist“, stellte Manfred Bausch fest. Landrat Wolfgang Spelthahn bekräftige die Unterstützung des Kreises: „Das Projekt ist eine Riesenchance für unsere Region, denn aus dem kulturellen Austausch kann ein Zusammengehörigkeitsgefühl erwachsen, von dem auch die Politik und die Wirtschaft profitieren würden.“ Dass Mitmachen nicht zum Nulltarif möglich ist, dürfe kein Hinderungsgrund sein, denn die Chancen seien größer als die Risiken. „Kulturförderung ist auch Wirtschaftsförderung. Der Kreis hat viele Stärken, mit denen wir ordentlich punkten können.“

Im Interview berichteten Prof. Dr. Frank Günter Zehnder (Kunstakademie), Dr. Renate Goldmann (Leopold-Hoesch-Museum) und Dr. Myriam Wierschowski (Deutsches Glasmalerei-Museum), wie sehr ihre Häuser schon heute von den westlichen Nachbarn profitieren und dass die Beziehungen noch ausbauen ließen. „Kultureller Austausch erfordert Offenheit, Toleranz, braucht Neugier, schafft Neues, Innovatives, bewirkt Vernetzung“, stellte Zehnder fest und sprach davon, dass „wir den Menschen die Angst davor nehmen müssen, Grenzen zu überschreiten.“ Mit „wir“ sind alle Kulturschaffenden gemeint. Ansprechpartnerin: Lucia Breuer, Telefon 02421/ 222816, l.breuer@kreis-dueren.de.

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