Kreisliga A: Kellerkinder geben sich noch nicht auf

Von: hfs.
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Notgedrungen vom Trainer zum Spielertrainer: Daniel Ecker von Viktoria Birkesdorf wollte eigentlich vor der Saison nur von „außen“ agieren. Der schlechte Saisonstart ließ ihn aber wieder die Fußballstiefel anziehen, mit elf Treffern ist er bisher der Torschützenkönig der Viktoria. Foto: hfs.

Jülich/Düren. Teil 4 unserer Berichterstattung über die Vorbereitung der A-Ligisten zur Rückrunde widmet sich den Vereinen Viktoria Birkesdorf, GFC Düren 99 II sowie Salingia Barmen. Allesamt Vereine, die sich Gedanken um den Ligaerhalt machen müssen.

Viktoria Birkesdorf: Dass der Saisonauftakt schleppend gewesen sei, daran besteht für Daniel Ecker als Trainer von Viktoria Birkesdorf kein Zweifel. Wochenlang krebste Birkesdorf im Tabellenkeller und konnte sich erst im Schlussdrittel der Hinrunde langsam ins Mittelfeld spielen. Aktuell belegt Birkesdorf Tabellenplatz 10.

„Wenn man nach drei Spielen erst einen einzigen Punkt erspielt hat, kann man wohl nicht von einer zufriedenstellenden Hinrunde sprechen“, betont Daniel Ecker, mittlerweile vom Trainer zum Spielertrainer avanciert. „Ich habe mich vor Saisonbeginn nicht zum Kader gezählt. Nach meiner in der Vorsaison erlittenen Verletzung wollte ich nur noch das Traineramt ausüben“, blickt er zurück und erinnert sich noch genau, dass er nach den ersten fünf vergeigten Meisterschaftsspielen wieder die Fußballschuhe anzog. „Das war absolut nicht geplant.“ Doch mittlerweile ist Ecker bei jedem Spiel aktiv, zeichnet sich zudem immer wieder als Torschütze aus. Von den 42 Treffer auf dem Konto der Viktoria, hat er allein elf erzielt. Und es sollen noch mehr werden, denn er wird weiterhin auf Torejagd gehen.

In dieser Woche steigt er mit seiner Mannschaft in die Vorbereitung ein. Dass vorher Testspiele absolviert werden, ist klar. So spielt Viktoria Birkesdorf beim Wintercup in Schophoven, trifft dabei auf den 1. FC Krauthausen und den FC Inden/Altdorf. Des Weiteren stehen Spiele gegen den BC Oberzier und SC Berger-Preußen an. Die letzte Testbegegnung hat Ecker sich gegen den Bezirksligisten TuS Langerwehe aufgehoben. „Dagegen haben wir das letzte Testspiel vor dem Saisonauftakt gespielt, haben 1:12 verloren“, hofft Ecker nun auf ein moderateres Ergebnis und auf einen besseren Start in das Restprogramm.

Als neuer Spieler hat sich Sven Krebs von der SG Voreifel der Viktoria angeschlossen. Abgänge sind Tulga Gülyaz und der zweite Torhüter, Kai Schiffer. „Mit dem vorhandenen Kader muss es einfach möglich sein, noch weitere Tabellenplätze gut zu machen“, gibt sich Daniel Ecker optimistisch. Das gilt auch für den schweren Rückrundenstart. Denn zu dem hat sich der FC Rurdorf angemeldet. „Wir haben etwas gut zu machen, schließlich wurden wir da mit 0:5 abgefertigt“, erinnert sich der Spielertrainer der Viktoria noch ungut an diese derbe Schlappe.

GFC Düren 99 II: Der vorletzte Tabellenplatz ist Beleg genug, dass die Hinrunde für den GFC Düren 99 II alles andere als optimal verlaufen ist. Das weiß auch Trainer Willy Kirschbaum. „Da ist Zufriedenheit fehl am Platze.“ Warum dies so ist, hat der Coach in seiner persönlichen Analyse ausgemacht. „Als Aufsteiger weckt man bei anderen Vereinen Begehrlichkeiten.“ Soll heißen, Spieler, die maßgeblich am Aufstieg beteiligt waren, zum Stamm gehörten, wurden weggelobt. Zum anderen handelten sich zwei Akteure jeweils eine vier- beziehungsweise sechswöchige Sperre ein.

„Die fehlten dann in zehn Spielen. Und die konnten wir nicht ersetzen.“ Zudem, und diese Erkenntnis hat sich bestätigt, fehlte den Neuzugängen nicht nur die Erfahrung, sondern auch die Härte. „Wir wollten schnellen Systemfußball spielen, aber damit sind wir gescheitert, besonders gegen die Mannschaften, die einfach den notwendigen Biss zeigen.“ Soll was heißen? „Wir werden in der Vorbereitung, die wir am Dienstag beginnen, das Zweikampfverhalten forcieren. Wir müssen die Härte zeigen, die in der A-Liga gespielt wird und die notwendig ist.“ Die soll dann schon in den Vorbereitungsspielen gegen den CSV Düren, Teutonia Weiden, Huchem-Stammeln und den Sportfreunden Düren II zum Tragen kommen. „Keine Unfairness, aber einen gesunden Zweikampf“, legt Kirschbaum Wert auf diese Unterscheidung.

Den zwei Abgängen Fatih Keser und Hakan Turhan (TSV Düren) stehen fünf Neuzugänge gegenüber. Es sind dies Torhüter David Banasiak (SV Eilendorf), Nadeem Durrani, Oguzhan Cebeci und Mouhamed Hijazi (alle Mariaweiler) sowie Tim Pahlke (BC Oberzier). Gerade vom Letztgenannten 33-jährigen Fußball-Routinier erwartet Kirschbaum, „dass Tim auf Grund seiner Erfahrung Ruhe in die Mannschaft bringt“.

Der Aufsteiger hat sich weiterhin den Ligaerhalt als Ziel gesetzt. Damit dies gelingt, wird auch an den Einsatz von Akteuren aus der ersten Mannschaft, die in der Bezirksliga spielt, nachgedacht. „Vorausgesetzt, das ist möglich“, betont Willy Kirschbaum.

Salingia Barmen: Dass die Hinrunde für die Salingia aus Barmen von sportlichen Tiefen geprägt ist, verdeutlicht schon die Tatsache, dass mit Gerd Worms bereits der dritte Trainer in dieser Saison das Sagen hat. Mit Marcel Kaiser in die neue Serie gestartet, warf der wenige Wochen vor der Winterpause das Handtuch. Es folgte Interimstrainer Herbert Smolarski, dem in den letzten drei Spielen Gerd Worms nachfolgte. Der verbuchte sieben Punkte.

„Damit hatten wir die Punktzahl, die es uns weiterhin möglich macht, am Abstiegskampf teilzunehmen“, bekräftigt der Salingiacoach, der weiterhin davon überzeugt ist, dass das Saisonziel vom Ligaerhalt erreicht werden kann. „Die Mannschaft hat beispielsweise beim 1:0-Sieg gegen den ansonsten ungeschlagenen Tabellenführer aus Winden gezeigt, dass sie Fußball spielen kann. Jetzt gilt es, weiter auf unsere alten Tugenden Kampf, Leidenschaft und Laufbereitschaft zu vertrauen. Wenn wir das schaffen, halten wir die Klasse“, sieht sich Worms auf dem richtigen Weg.

In dieser Woche beginnt die Vorbereitung, an der neben dem Aufbau der Kondition das „spielerische System im Vordergrund steht. Denn hier müssen wir uns verbessern, zum Beispiel können wir uns eine solche Torflut von Gegentreffern nicht mehr leisten.“ So wird die Salingia „umgestellt“. Worms will vor allen Dingen defensiver agieren lassen. Getestet wird dies in Spielen gegen Koslar, Krauthausen und Mersch, Gegner, die allesamt in der B-Liga spielen.

Mit dem Rückrundenstart beginnt direkt der Überlebenskampf. „Germania Burgwart spielt mit uns um den Klassenerhalt. Wir spielen zu Hause, folglich müssen wir punkten“, bekräftigt Gerd Worms, der mit einem kleinen Kader von 16 Spielern die Herausforderung annimmt, damit Barmen auch weiterhin A-Ligist bleibt.

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