Kreisliga A: Hambacher SV sieht sich voll auf Kurs

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Wintersportbedinungen – wie auf diesem Archivbild – herrschen zurzeit auf dem Sportplatz des TuS Schmidt. Die am Wochenende eigentlich beginnende Vorbereitung wurde von Trainer Georg Bauer abgesagt. Foto: hfs.

Jülich/Düren. Im zweiten Teil unseres Auslick auf die Rückrunde der Fußball-Kreisliga stehen die SG Voreifel, der SV Hambach und der TuS Schmidt im Blickpunkt.

SG Voreifel: Dass man hinter dem gesteckten Saisonziel zurückliegt, darin sind sich die Verantwortlichen der SG Voreifel einig. Die gestellten Erwartungen konnten bisher nicht erfüllt werden. Die SG liegt nicht, wie vor der Saison geäußert, auf direktem Meisterschaftskurs. Ein Kurs, den man aber nicht aus den Augen verloren hat, wie Trainer Guido Hau bekräftigt.

„Wir wollen in der Rückrunde verstärkt die Tabellenspitze angreifen. Dies ist das klar formulierte Ziel.“ Dass die SG noch nicht im Soll ist, hat für Trainer Guido Hau verschiedene Gründe. Zum einen wurden bewusst junge Spieler geholt. „Aber die mussten sich an die A-Liga gewöhnen, die fehlende Erfahrung konnte nicht, wie erhofft, wettgemacht werden. Zum anderen kamen sehr wichtige Spieler wie Giacomo Taubert oder aber Sebastian Rallis nicht beziehungsweise sehr spät verletzungsfrei zur Mannschaft zurück. Und dann wurden Spiele, die eigentlich hätten remis enden müssen, zum Schluss noch aus der Hand gegeben.“

Dennoch, so versichert der SG-Trainer, sei er nicht enttäuscht. „Diese vorgenannten Gründe können im Fußball passieren, diesmal hat es uns getroffen, aber wir geben nicht auf, wir werden und wollen die Spitzengruppe attackieren, wir werden angreifen.“

Bei zwei noch ausstehenden Nachholspielen beträgt der Abstand zum Tabellenführer Winden aktuell 13 Zähler. Dass man sich auf den Saisonstart freut – spielt das Wetter mit, geht es im ersten Heimspiel am 5. März gegen den SC Jülich 1910/97 –, wird besonders betont. Bis dahin sollen Testspiele gegen Wachtberg (bei Bonn), Niederau, Schwarz-Weiß Düren und Inden/Altdorf absolviert werden. Zum Rückrundenstart kann Guido Hau auch wieder auf Tommy Wergen zurückgreifen. „Und auf Sven Krebs und Marcel Zimmer, die vom SC Merzenich zu uns gekommen sind“, klärt Hau auf.

SV Hambach: Wenn der Vorstand des kleinen HSV aus Hambach auf die aktuelle Tabelle blickt, dann mit einer gewissen Zufriedenheit. „Wenn man uns vor der Saison gesagt hätte, nach der Hinrunde steht der Hambacher Spielverein auf Tabellenplatz 6, dann hätten wir dies blind unterschrieben“, sagt der Obmann Hans-Theo Görres. Dass man nach einem guten Auftakt auch eine Schwächephase hatte erleben müssen, führt Görres auf die Tatsache zurück, dass sich direkt zu Saisonbeginn mit Timo Strüver „der einzige echte Stürmer in der Mannschaft, verletzte“. Als der zurück kam im Spiel gegen Ederen – der HSV siegte mit 3:1 – änderte sich gleich das Auftreten, bekräftigt der HSV-Obmann nachhaltig. Danach startete der HSV eine kleine Serie, blieb in fünf Spielen ungeschlagen. „Da kam wieder unsere mannschaftliche Geschlossenheit zu tage, die hatten wir in der Schwächephase total vermissen lassen.“

Von der Rückrunde erhofft sich der HSV-Obmann einiges. „Wir haben weder Zu- noch Abgänge in der Winterpause, unser Kader ist groß genug. Wir sehen noch viel Potenzial zur Verbesserung in unserer jungen Mannschaft.“ Soll heißen, der Hambacher Spielverein – hat die Vorbereitung zur Rückrunde mit dem ersten Spiel zu Hause gegen Wenau II bereits aufgenommen – liebäugelt damit, vielleicht noch den einen oder anderen Tabellenplatz weiter oben zu erobern. Das Wir-Gefühl zusätzlich stärken, steht wiederum bei einem dreitägigen Trainingsaufenthalt in der Sportschule Hennef an. „Insgesamt 25 Leute machen sich auf die Reise“, verrät Görres. Geplant sind zudem Testspiele bei der Stolberger SG (9. Februar), beim Bezirksligisten Oidtweiler (12.2.), bei den Sportfreunden in Düren (18.2.), zu Hause gegen Wegberg/Beeck II (19.2) sowie in Brachelen (22.2.).

Die weitere Zusammenarbeit mit Trainer Dirk Lehmann dürfte die von beiden Seiten in der kommenden Saison fortgesetzt werden. „Wir haben uns zwar noch nicht zusammengesetzt, aber es gibt keine Anzeichen von beiden Seiten, diesbezüglich etwas zu verändern“, sagt der HSV-Obmann.

TuS Schmidt: Dass man über Kampf und Einsatz zum Spiel finden möchte, hatte Schmidts Trainer Georg Bauer vor der Saison als Weg zum Erfolg skizziert. Er heuerte beim Absteiger an, gesteht aber jetzt vor der Rückrunde ein, dass man noch lange nicht am Ziel sei. „Auch wenn die Mannschaft nach dem Abstieg zusammenblieb, spielerisch sind wir noch nicht da, wo ich das Team sehe.“ Warum das so ist, darauf findet Bauer aber schwerlich eine Antwort. „Ich musste die Mannschaft kennenlernen, bin auch davon überzeugt, dass wir es schaffen“, sieht er sich trotz des 11. Tabellenplatzes noch im Abstiegskampf. „Ganz nach oben besteht ein Abstand, aber ab Patz 7 hängt alles zusammen“, meint er.

19 Punkte aus 17 Spielen erachtet Bauer als zu wenig. „Wir haben Spiele gewonnen, in denen wir eigentlich nicht gut gespielt haben, alles nur über den Kampf passierte, aber am Ende doch gepunktet wurde. Dem gegenüber standen Paarungen, wo mich die Mannschaft in spielerischer Hinsicht überraschte, ein gutes Auftreten zeigte – dann aber trotzdem mit leeren Händen da stand.“ Soll heißen: Es fehle noch die Kontinuität, um das zu zeigen, wozu der TuS im Stande sei. Nach Bauers Worten wird sich das auch nicht in den ersten vier Wochen der Rückrunde ändern. „Aus den ersten drei Paarungen gegen den GFC Düren 99 II, SG Burgwart und Wenau II habe ich neun Punkte eingerechnet. Die werden wir aber nur über Einsatz und Kampf holen können. Danach könnte ich mir vorstellen, hin zur spielerischen Linie zu finden, jedenfalls die, welche ich mir vorstelle. Und die, welche die Mannschaft zu spielen im Stande ist.“

Würden sich diese Vorstellungen des Schmidter Trainers realisieren, würden die Fans am 25. März beim TSV Düren eine „ganz andere Mannschaft“ erleben.

Abgänge hat der TuS Schmidt nicht zu verzeichnen. Dafür wurden mit Sven Ewald und Aldin Gegic zwei offensive Mittelfeldspieler vom TuS Lammersdorf geholt. Die Vorbereitung sollte eigentlich am kommenden Sonntag beginnen. Aber der Winter macht da dem TuS einen Strich durch die Rechnung. Er könnte allenfalls Ski fahren. „Denn Schnee haben wir im Moment mehr als genug“, lacht Bauer, der sich vorstellen kann, auch über diese Saison hinaus in Schmidt tätig zu sein. „Wir haben noch keine diesbezüglichen Gespräche geführt. Aber ich persönlich fühle mich sehr wohl, würde gerne weiterhin mit der tollen Mannschaft zusammenarbeiten.“

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