Kreis Düren verleiht soziale Ehrenpreise

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Ein beeindruckender Beweis des breit gefächerten ehrenamtlichen Engagements im Kreis Düren. Zum elften Mal verlieh Landrat Wolfgang Spelthahn den Sozialen Ehrenpreis an 25 Einzelpersonen, Gruppen und Vereine.. Foto: Abels

Kreis Düren. „Sie haben sich nicht von der um sich greifenden Ich-Zuerst-Mentalität anstecken lassen” , dankte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der elften Verleihung der Ehrenpreise für soziales Engagement den 25 Preisträgern für ihr unermüdliches soziales Engagement.

„Ob Einzelperson, Gruppe oder Verein - sie alle zeigen, dass man helfen kann, wenn man nur helfen will”, würdigte der Landrat die Verdienste der „stillen Helden des Alltags”.

Und deren Betätigungsfelder sind nicht nur weit gefächert, die elfte Verleihung in der Kulturhalle Langerwehe zeigte auch, dass ehrenamtliches Engagement keine Frage des Alters ist. So dankte Spelthahn zu allererst der erst achtjährigen Anna Mödersheim aus Düren, die unter einer unheilbaren chronischen Darmerkrankung leidet, sich aber nicht in ihr Schicksal ergibt, sondern noch versucht, anderen zu helfen. Sie sammelt und spendet Geld für den Förderverein „Kranke Dötz”. Mit dem Geld soll der Clown finanziert werden, der die Kinder im Dürener Krankenhaus regelmäßig besucht.

Die Achtjährige war die jüngste Preisträgerin, der 94-jährige Franz-Josef Steffens aus Düren war der älteste. Seit elf Jahren schenkt er den Bewohnern des Schenkel-Schoeller-Stifts in Niederau mit seiner Mitmenschlichkeit Lebensfreude im Alltag und ist für viele ein fester Bezugspunkt in dem Haus.

Die weiteren geehrten Einzelpersonen:

Maria Rechs Engagement gilt seit 16 Jahren den Senioren, Kranken und Bedürftigen in Merzenich. Sie organisiert Stadtranderholungen und Urlaubsfahrten, koordiniert Hausbesuche bei Erkrankten und sammelt Bekleidung für Notleidende.

Mit dem Erlös aus ihrem Trödelmarkt hat Marliese Kurth aus Langerwehe der Jugend in der Feuerwehr, den Kindergärten und der Grundschule so manche Finanzspritze verpasst. Zudem begleitet sie Schwerbehinderte und unterstützt Menschen in Tschernobyl.

Ein Aktivposten im Siersdorfer Leben ist Hermann Ramrath. Ob Sportverein, Karneval, Feuerwehr oder Seniorenarbeit - überall bringt er sich ein. Im Sportverein erwarb er sich seit den 50er/60er Jahren besondere Verdienste bei der Integration ausländischer Bürger.

In der Pfarrgemeinde St. Josef in Düren ist auf Schwester Maria Jungbauer Verlass. Obwohl seit 20 Jahren im Ruhestand, kümmert sie sich weiterhin unermüdlich um kranke und schwache Menschen.

Hans Scheiba aus Lich-Steinstraß hat sich der Kinder- und Jugendarbeit verschrieben, bei den Pfadfindern und beim SC Jülich. Er organisiert zahlreiche Turniere und Begegnungen, wobei ihm stets die Völkerverständigung wichtig war.

Hans Josef Loevenich aus Düren hat durch seinen vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz viele Menschen jeden Alters für Musik begeistert. So ist er seit 1984 Kreis-Chorleiter des Sängerkreises, 1988 gründet er das Dürener Kammerorchester.

Gerda Hecker hat einen Frühstückstreff in Golzheim gegründet, an dem regelmäßig 80 Senioren teilnehmen. Zudem engagiert sie sich tatkräftig in der IG Merzenicher Sorgenkinder. Auch ihre regelmäßigen Einkaufsfahrten sind bei Senioren sehr beliebt.

Saffet Akkas aus Düren baut seit 1979 Brücken zwischen Deutschen und Ausländern. So macht er sich in zahlreichen Institutionen für Integration stark und bringt sich bei der Organisation von Begegnungsfesten ein.

Trainer, Jugendleiter, Platzwart - Manfred Stick schlüpft beim SC Alemannia Straß in viele Rollen. Auch die Donatus-Schützen wissen sein Engagement sehr zu schätzen. Zudem organisiert er Dorfplatzfeste mit und hat ein Erzählcafé ins Leben gerufen.

Matthias Bettge ist aus Drove nicht wegzudenken: Sowohl bei der Columbia als auch in der Pfarre St. Martin bringt er sich ein. Darüber hinaus leitet er die jährliche Fußwallfahrt der Matthias-Bruderschaft nach Trier. Und auch beim Drover Krippenbau ist er maßgeblich dabei.

Ein Multitalent ist Dieter Roth aus Winden. Pfarre, Verkehrshelfer, Fußball, Karneval, Gartenbauverein - überall bringt er sich ein. Vor allem die Waldjugend Winden liegt ihm am Herzen. Seit zwei Jahren renoviert der Schreinermeister im Unruhestand dort das Jugendheim.

Seit 30 Jahren gehört Gertrud Jongedyk dem Jülicher Judoclub an. Fast genauso lange organisiert sie dort für Kinder und Jugendliche Freizeitaktivitäten jenseits der Matte. Auch Sehbehinderte bezog sie mit ein und sammelte Spenden für soziale Zwecke.

Aus leidvoller eigener Erfahrung versucht Helga Maschke aus Jülich, krebskranken Menschen zu helfen und ihnen zu neuer Lebensenergie zu verhelfen. 1997 gründete sie den Verein „Sonnenweg”, um einer ganzheitlichen Therapie Beachtung zu verschaffen.

Menschen mit Behinderung und Jugendlichen, die am Rande der Gesellschaft stehen, verhilft Ulli Ollesch aus Oberzier zur Teilhabe am Leben. Das gelingt ihm häufig über den Fußballsport.

Ohne Herbert Müller-Schneider gäbe es den Verein Faustkämpfer Düren-Grüngürtel sicher nicht. Seit der Gründung 1970 ist er Trainer und Vorsitzender. Seitdem hat er viele junge Sportler ausgebildet und geprägt.

Als Betroffene ist Marga Bordon Mitbegründerin des Osteoporose-Selbsthilfevereins Aldenhoven. Mit ihren 85 Jahren führt sie die Kasse des Vereins. Seit 27 Jahren näht sie zudem kostenlos alle Kostüme des TSC Aldenhoven selbst und trägt somit zum Erfolg der Tänzer bei.

Die preisgekrönten Gruppierungen und Vereineim Überblick:

Die St.-Sebastianus-Schützen Mersch/Pattern lassen seit 2006 Brauchtum aufleben, was die Menschen in beiden Dörfern verbindet. In rund 2300 freiwilligen Arbeitsstunden haben sie eine Kapelle gebaut.

Die katholische GdG St. Elisabeth in Düren-West bietet Kindern und Jugendlichen seit fünf Jahren Gruppenfreizeiten an. Zudem gestaltet die Gruppe eine jährliche Gedenkfeier zur Pogromnacht.

Helga Kollmann, Marina Rauh und Angela Radmacher laden seit 2005 zu Seniorennachmittagen ins Pfarrheim Mersch ein. Gibt es Sorgen und Nöte, so helfen sie mit Rat und Tat.

Offene Ohren für leidende Menschen haben die neun speziell geschulten, ehramtlich tätigen Berater in der Mobbing-Kontaktstelle des Bistums Aachen/Regionalgruppe Düren. Mit den Betroffen suchen sie gemeinsam nach Lösungswegen.

18 Menschen bilden das Team Ferienspiele Düren Süd-Ost, das alljährlich ein Freizeitprogramm für Kinder auf die Beine stellt, die nicht in Urlaub fahren. Mancher war früher selbst Teilnehmer und will anderen jetzt etwas von der Freude zurückgeben, die er einst erfahren hat.

Seit 1998 ist der Bastelclub Dorweiler aktiv, um mit geschickten Fingern Dinge herzustellen, die Geld einbringen. Das spendet der Club um Josi Imgrund und Sofie Pütz stets für wohltätige Zwecke.

Der Geschichtsverein Koslar sorgt im Ort dafür, dass Erhaltenswertes wie der Dorfbrunnen erhalten bleiben. Zudem konservieren er Bau- und Kulturgüter in Wort und Bild für die Nachwelt.

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