Kreis Düren richtet 42 zusätzliche Stellen ein

Von: sis/sj
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Kreis Düren. Einstimmig hat der Kreisausschuss gestern 42 zusätzliche Stellen für drei Ämter der Kreisverwaltung beschlossen. Die SPD hat an der Abstimmung nicht mitgewirkt. Die Genossen hatten zuvor deutliche Kritik geübt. Diese zusätzlichen Stellen sollen unter anderem dazu beitragen, Hilfebedürftige so zu fördern, dass sie ihre Hilfebedürftigkeit schnell überwinden. So sollen jährlich sechs Millionen Euro eingespart werden.

Vor den Sommerferien bereits hatten sich die Politiker mit den zusätzlichen Stellen im Amt für Familie, Senioren und Soziales, dem Jugendamt und bei der Job-com beschäftigt. Der Punkt war aber auf Drängen der SPD vertagt worden.

Damals forderten die Genossen zusätzliche Informationen ein. Und nach ihrer Ansicht lagen die gestern nicht vor. CDU, Grüne, FDP, Linke und UWG sahen dies anders. Ihrer Meinung nach reichte der Wissensstand vollkommen aus.

Union und Landrat Wolfgang Spelthahn betonten, dass es sich um ein befristetes Projekt handele: Gibt es keine Einsparungen, werde es gestoppt.

Eingebracht hat die Kreisverwaltung gestern auch den Doppelhaushalt 2014/2015. Kreiskämmerer Dirk Hürtgen erklärte den Ausschussmitgliedern, die Kreisumlage solle im kommenden Jahr mit 48,18 Prozent stabil bleiben und im Jahr 2015 auf 47,40 Prozent sinken.

Die Jugendamtsumlage, erklärte Hürtgen, werde stark ansteigen. Betrug der Hebesatz 2013 18,66 Prozent, soll er nach den Vorstellungen der Verwaltung 2014 auf 23,60 Prozent und 2015 auf 26,84 Prozent steigen.

Weiteres Ungemach könnte von Seiten des Landschaftsverbandes drohen: Der kündigte für 2014 eine Sonderumlage an. Der Kreis Düren wäre mit 400.000 Euro dabei.

Die Konferenz der Bürgermeister des Kreises hatte in einer Stellungnahme zur Festsetzung der Kreisumlage das Benehmen verweigert und Kritik an der Haushaltsplanung des Kreises geübt. Die Bürgermeister zwischen Titz und Heimbach fordern den Kreis erneut auf, die Sparbemühungen zu verstärken.

Dies hatten die Hauptverwaltungsbeamten bereits im Juni in einem Brief an alle Kreistagsmitglieder gefordert.

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