Kreis Düren - Kreis bildet Erzieherinnen zu Kinderschutzfachkräften aus

Kreis bildet Erzieherinnen zu Kinderschutzfachkräften aus

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Rund 50 Erzieherinnen und ein Erzieher aus Kindertageseinrichtungen in Kreis und Stadt Düren begannen jetzt im Kreishaus mit ihrer halbjährigen Fortbildung zur Kinderschutzfachkraft.

Kreis Düren. Nachdem die Jugendämter von Kreis und Stadt Düren im vergangenen Jahr mit allen Kindertageseinrichtungen an der Rur vereinbart hatten, zum Wohle von Kleinkindern an einem Strang zu ziehen, folgten jetzt im Kreishaus Düren Taten.

Rund 50 Erzieherinnen und einen Erzieher hieß Gregor Dürbaum, Leiter des Kreis-Jugendamtes, zum Auftakt der Weiterbildung zur Kinderschutzfachkraft willkommen. Gemeinsam mit dem Fachbereich Sozialwesen der Katholischen Hochschule NRW in Aachen hatte das Kreis-Jugendamt das auf sechs Monate angelegte Bildungsangebot konzipiert. Mit Prof. Dr. Nadia Kutscher und Dipl.-Sozialpädagogin Verena Klomann leiten zwei in Theorie und Praxis bestens bewanderte Fachfrauen die Fortbildung.

„Der Kindergarten ist für junge Menschen meist die erste neue Institution außerhalb der Familie”, unterstrich Gregor Dürbaum den Stellenwert der Einrichtungen. Deshalb müsse die Devise dort lauten: hinschauen und helfen statt wegschauen und verurteilen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Verena Klomann: „Es stellt eine besondere Herausforderung für Kinderschutzfachkräfte dar, dem gesetzlichen Schutzauftrag gerecht zu werden, gleichzeitig aber die Gestaltungsfreiheit von Eltern und die Vielfältigkeit möglicher Lebensformen zu respektieren und darüber hinaus der Zusammenarbeit mit Eltern und beteiligten Fachkräften gerecht zu werden.” Deshalb sei eine intensive Auseinandersetzung mit den verschiedenen Facetten und Perspektiven des Kinderschutzes erforderlich, um in einem von Unsicherheiten geprägten Aufgabenfeld eine professionelle Position einzunehmen. Auch Prof. Dr. Nadia Kutscher lud die Erzieherinnen zur kritischen Auseinandersetzung mit Präventionsgedanken, stigmatisierenden Aspekten von Frühwarnsystemen und dem wachsenden Druck auf Eltern und Fachkräfte ein.

Im Rahmen der Fortbildung lernen die Vertreter der Einrichtungen bis Anfang Oktober, wie sie mögliche Kindeswohlgefährdungen erkennen können, wie sie zu bewerten sind und was sie tun können und müssen, um Kindern zu helfen. Dabei sind sie nicht auf sich allein gestellt. Neben Konzepten braucht ein guter Kindesschutz Netzwerke, lautet die Maxime der Fortbildung.

Sechs Präsenztage im Kreishaus sieht die Fortbildung vor. Zudem soll das Gelernte in zwei Praxisphasen in eigenes Handeln umgesetzt werden. Bei einer Falldokumentation ist jede einzelne gefordert; die Erstellung eines Konzepts zum Kindesschutz geschieht in Gruppenarbeit. Um Zugriff auf Fachliteratur zu haben und sich untereinander austauschen zu können, wurde eine Online-Plattform eingerichtet.
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