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Kommentiert: Der letzte Neuanfang

Ein Kommentar von Stephan Johnen

Die FDP im Kreis Düren kommt nicht zur Ruhe. Wenn sie so weitermacht, dürfte es allerdings bald ganz ruhig um die Liberalen werden.

Nach der verpatzten Bundestagswahl 2013 wollten sich die Freien Demokraten im Kreis Düren neu aufstellen. Der Neustart des Neustarts sollte dann spätestens nach der jüngsten Kommunalwahl erfolgen. Parteiinterne Querelen hatten im Vorfeld dazu geführt, dass die Reserveliste nicht zugelassen wurde. Ein bislang einmaliger Vorgang in der Geschichte einer etablierten Partei im Kreis Düren.

Die Aufarbeitung dieses Geschehens lässt auf sich warten – und so richtig verantwortlich fühlt sich offenbar niemand. Dass ein Misstrauensantrag gegen den Kreisvorstand im Raum steht, sollte nachdenklich stimmen. Dass vorgegebene Fristen großzügig interpretiert werden und ein zwingend vorgeschriebener außerordentlichen Parteitag auf sich warten lässt, erst recht. Nun hat sich der Landesvorstand der Partei eingeschaltet und die Mitglieder über die Köpfe des Kreisvorstands hinweg eingeladen.

Es dürfte im Interesse der Landespartei liegen, dass die FDP im Kreis Düren zur Sachpolitik zurückkehrt. Das wollen auch viele Mitglieder der Partei. Mindestens 83 von ihnen haben aber das Gefühl, dass Teile ihres eigenen Vorstands diesem Ziel im Wege stehen. Wie es um den dritten Neustart steht, zeigt sich am 10. Juli. Es dürfte spannend werden.

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