Kreis Düren - Kommedy-Abend: Zeit für Heiterkeit

Kommedy-Abend: Zeit für Heiterkeit

Von: Thomas Vogel
Letzte Aktualisierung:
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Sieht fast aus wie ein Blumenstrauß und ist genauso bunt: Für Vielfalt ist bei den Kommedy-Abenden gesorgt. Foto: Komm

Kreis Düren. Was drei Mal stattfindet, ist Tradition. Gemessen an dieser rheinischen Weisheit sind die Comedyabende von Stadtwerken und Komm schon seit vergangenem Jahr aus dem Veranstaltungskalender Dürens nicht mehr wegzudenken.

Zur vierten Ausgabe haben Veranstalter Thomas Lüttgens vom Komm, Heinrich Klocke, Geschäftsführer des Kooperationspartners Stadtwerke Düren und deren Leiter der Kommunikationsabteilung, Jürgen Schulz, die Reihe allerdings etwas aufgemischt.

Knacki Deuser wird in diesem Jahr nicht mehr als Moderator durch das Programm führen. Nach drei Ausgaben übernimmt das nun eine Frau: Lioba Albus. „Sonst präsentieren wir ja fast nur neue Künstler“, erklärt Thomas Lüttgens, Leiter des Komm. „Als Moderatorin, haben wir uns gedacht, nehmen wir mal eine Künstlerin, die bei uns schon lange für volles Haus sorgt.“ In ihrer Rolle als Frau Mittelkötter – Fachfrau für Wald- und Wiesenpsychologie – ist sie außerdem in einem Einzelgastspiel zu sehen (1. Dezember), in dem das Thema Weihnachten im Mittelpunkt steht.

Die Namen, die Frau Mittelkötter in der Revue, in der alle Künstler an einem Abend (6. November) zu sehen sind, auf die Bühne rufen darf, werden nicht jedem bekannt vorkommen. Zu ihnen gehört Herr Niels. Zum Einzelgastspiel (12. November) wird er dann von Herrn Fröhlich begleitet. Im Flyer zum SWD.KOMMedy.ABENDE – so lautet der vollständige, etwas umständliche Titel der Veranstaltung – sind die beiden als „Körperillusionist und Gummi-Pantomime-Clown mit unwiderstehlichem Hundeblick“ (Herr Niels) und „Musikclown und Poet à la Heinz Erhardt“ (Herr Fröhlich) beschrieben. Eine Kombination, die sich nicht nur komisch liest, sondern es auch ist. Es wird der letzte gemeinsame Auftritt der Beiden sein.

Deutschland-Syndrom, was ist das? Eine Seuche? Eine Art zu Leben? Oder doch nur der nörgelnde, behausschuhte Spießbürger, der samstags sein Auto putzt und den Gehweg kehrt? Darüber klärt Kabarettist Jens Neutag am 9. Dezember im Komm auf. Noch mehr praktische Lebenshilfe soll von Comedian Chin Meyer kommen, der als Steuerfahnder Siegmund von Treiber bereits am 20. November im Komm erklärt, wo das Geld hin ist und warum Sie es nicht haben.

Bei der vierten Ausgabe der Kommedy-Abende gibt es auch Stand-up Kabarett zu sehen. Darum kümmert sich René Steinberg, bekannt von Radiosendern wie WDR 2 und 1Live. Er versucht dem Optimierungswahn am 26. November zu entfliehen, indem der Unsinn das Kommando übernimmt. Am Pranger: die wegrationalisierte Selbstbestimmung in der heutigen Leistungsgesellschaft, indem ein klassisches Nickerchen gleich zum Powernap deklariert wird. Das Programm, das er in Düren präsentiert ist brandneu und bisher noch nicht gespielt worden.

Um eine gute Mischung komplett zu machen, gehört Musik mit in den Topf. Die ist auch drin – mit Intrmzzo. Der Name ist übrigens kein Druckfehler, er schreibt sich tatsächlich so. Die niederländische Kombo macht auf allem möglichen Gerät Musik (Plastikbecher, Klobürsten, Rohrleitungen) und singt a capella, zu erleben im Einzelgastspiel am 16. Dezember im Haus der Stadt.

Intellektuelle im Tussi-Gewand

Mit Enissa Amani ist auch eine Newcomerin mit im Line-up, die allerdings nur in der Revue am 6. November auftreten wird und kein Einzelgastspiel gibt. "Sie wird im Augenblick von einem Fernsehsender zum nächsten gereicht und war schon für viele Preise nominiert, obwohl sie gerade erst eingestiegen ist", erzählt Lüttgens. Und damit man eine Idee ihres Stils von Comedy bekommt, fügt er hinzu: "Sie ist die heimliche Intellektuelle im Tussi-Gewand."

Vorläufer der Kommedy-Abende waren die Spaßgesellschaftsabende, die insgesamt 10 Jahre lang liefen. Als RWE als Partner ausstieg, beschlossen Stadtwerke und Komm mit einem eigenen Format weiterzumachen. Lüttgens: „Die Unterstützung durch die Stadtwerke ist im Rahmen dieses Projekts ganz wichtig, sie hält es über Wasser.“

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