Klimaschutzkonferenz in der Dürener Fabrik für Kultur und Stadtteil

Von: bel
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David Uong, Julia Hampe (beide
David Uong, Julia Hampe (beide Gertec), Dirk Hürtgen, Ralf Kreischer (beide Kreisverwaltung) sowie Andreas Hübner (Gertec, von links) organisierten die Klimaschutzkonferenz. Foto: Elberfeld

Kreis Düren. Die erste Phase zur Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts für den Kreis Düren ist abgeschlossen, viele Interviews seien geführt worden, erläuterte Kreiskämmerer Dirk Hürtgen als Vertreter von Landrat Wolfgang Spelthahn.

In der Dürener Fabrik für Kultur und Stadtteil läutete die Klimaschutzkonferenz des Kreises unter dem Titel „Ideen zur Gestaltung unserer Zukunft im Kreis Düren” die zweite Phase ein.

Becker und Funck wurde zur Denkfabrik. Zum Gedankenaustausch waren etwa 80 Teilnehmer aus dem Kreisgebiet eingeladen. Sie kamen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung. Unter der Moderation von Andreas Hübner, Prokurist des Ingenieur-Büros Gertec aus Essen, lieferten die Teilnehmer Ideen, wie wohl der Kreis Düren seine eigene Klimaproblematik in den nächsten Jahrzehnten in den Griff bekommen könnte.

Hübner stellte zunächst den Ist-Zustand vor. Eine Klimaveränderung könne von niemandem mehr ernsthaft geleugnet werden. Die Temperatur werde sich erhöhen, Stürme würden kontinuierlich zunehmen. In einigen Städten werde schon der Bau von Souterrain-Wohnungen verboten, Bordsteine würden höher gelegt - alles Maßnahmen gegen mögliche Überschwemmungen.

Und welche Lösungen gibt es für den Kreis Düren? „Wir wissen heute alles”, formulierte der Moderator zugespitzt. „Wir haben eine ausgefeilte Technik. Doch es fehlt etwas: Eine Klima-Kultur muss her!” Zahlen helfen da nach Ansicht Hübners wenig, weil sie zu abstrakt seien. „Man braucht Ziele, die Menschen miteinander emotional verbinden”, fuhr Hübner fort. Die Erhaltung der Schönheit der Natur sei ein solches Ziel. Menschen müssten gerade beim Klimaschutz wieder so etwas wie eine Haltung und ein griffiges Ziel haben. Denn „trotz aller Egoismen” würden viele Zeitgenossen noch am Schicksal anderer Menschen Anteil nehmen.

An vier Thementischen erarbeiteten dann die Teilnehmer im „Klimacafé”, was ihnen spontan zum Klimaschutz einfiel. Die vier Themen lauteten: Energieversorgungspotenziale und Erneuerbare Energien, umweltfreundliche Mobilität, Erschließung energetischer Gebäudesanierung-Potenziale sowie Energieeffizienz in kleinen und mittleren Unternehmen.

Die Gruppen waren gemischt, arbeiteten etwa 30 Minuten an einem Thema und wechselten dann zum nächsten Thementisch, der in einer anderen Farbe gekennzeichnet war und den in der Zwischenzeit schon Wörter, ganze Sätze oder auch Zeichnungen verzierten. Am Ende der Veranstaltungen wurden die Tischdecken samt aller Ideen eingesammelt. Im Ingenieur-Büro Gertec in Essen werden sie nun geordnet und ausgewertet.
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