Klaus Dauven erhält Kunstpreis des Kreises Düren 2013

Von: sj
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Die Jury gratuliert: Klaus Dauven (2. v. l. mit Ehefrau Stephanie) ist neuer Kunstpreisträger des Kreises Düren. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. „Kunst auf Zeit“ taufte Laudator Professor Dr. Frank Günter Zehnder die Kunstwerke von Klaus Dauven. An außergewöhnlichen Orten entstehen mit außergewöhnlichen Techniken zum Teil gigantische Werke – und der Zerfall ist bereits am Tag der Entstehung programmiert.

Dauvens Technik, mit Drahtbürste und Hochdruckreiniger alles zu bearbeiten, was mit ausreichend Patina überzogen ist und somit im Kontrast von „verdreckt“ und gesäubert Bilder entstehen zu lassen, sei ein Gegenentwurf zum Fetisch Kunstwerk. Nur in der Dokumentation überdauert das Werk – Natur und Umwelteinflüsse holen sich mit der Zeit zurück, was Dauven mit dem Hochdruckreiniger freilegte. „Seine Kunstwerke sind Überraschungen, Augenöffner und Gesprächsstoff“, sagte Zehnder bei der Verleihung des Kunstpreises des Kreis Düren 2013 an den 46 Jahre alten Künstler aus Drove.

Klaus Dauven ist der sechste Träger des mit 5000 Euro dotierten Preises. Er erhält zudem einen Zuschuss in gleicher Höhe für einen Katalog und erhält eine Ausstellung im Dürener Leopold-Hoesch-Museum. Es dürfte schwierig werden, alle Arbeiten dort in Originalgröße zu zeigen. So schuf Dauven beispielsweise im Jahr 2005 mit dem Projekt „Wild-Wechsel“ eine etwa 8000 Quadratmeter große „Zeichnung“ an der Staumauer der Oleftalsperre. Als Pinsel setzte er einen Hochdruckreiniger ein.

Landrat Wolfgang Spelthahn und Käthe Rolfink, die Vorsitzende des Kreiskulturausschusses, zollten dem gebürtigen Dürener während der Preisverleihung im Kreishaus ihren Respekt. „Einen besseren Botschafter können wir uns gar nicht wünschen“, sagte Spelthahn und spielte damit auf die internationale Bekanntheit des Künstlers an. Dauven nahm den Preis bestens aufgelegt entgegen. „Die Jury kannte meine Arbeiten gut, weil ich mich jedes Mal beworben habe“, sagte er augenzwinkernd. Ein großer Dank ging an seine Familie: „Es funktioniert nur als Team.“

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