Kreis Düren - „Klares Signal gegen Rechts“

„Klares Signal gegen Rechts“

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. „Ein klares Signal gegen Rechts“: Das zählt Superintendent Jens Sannig zu den wichtigsten Ergebnissen der außerordentlichen Kreissynode des Kirchenkreises Jülich im evangelischen Gemeindezentrum zu Birkesdorf. Denn auch das hat Tradition bei den Beratungen des regionalen Kirchenparlaments: „Die Sommersynode ist bei uns immer eine Themensynode“, erläutert der Superintendent.

Rund 80 Frauen und Männer aus dem Gebiet zwischen Eifel und Niederrhein, das der Kirchenkreis abdeckt, waren für rund acht Stunden im Birkesdorfer Zentrum zusammengekommen. Nach dem Gottesdienst mit der Synodalpredigerin Pfarrerin Karin Heucher und der Ordnung organisatorischer Angelegenheiten schlug Hans-Peter Killguss vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln im EL-DE-Haus am Appellhofplatz mit seinem Grundsatzreferat mit dem langen Titel „Unvereinbarkeit von Haupt- und Ehrenamt in der Kirche mit der Mitgliedschaft in Parteien und Gruppierungen, die Fremdenfeindlichkeit, Rassismus Antisemitismus oder Intoleranz fördern und verbreiten“ den Grundton der Zusammenkunft an.

Für Jens Sannig brachte Killguss‘ Vortrag vor allem eine Erkenntnis mit sich: „Da ist eine klare Linie nötig.“ Der Geistliche zieht eine weitere Konsequenz: „Keine Toleranz für Intolerante!“

Einstimmig fassten die Synodalen im Gemeindezentrum dann auch einen mehrteiligen Beschluss. Daran verurteilen sie Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und andere auf Hass basierende Gesinnungen als mit der Lehre der Kirche und den ethischen Anforderungen an Inhaber eines Ehrenamts unvereinbar. Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland bleibt aufgerufen, durch entsprechende Artikel in der Kirchenordnung dem eine rechtliche Grundlage zu geben.

Anschließend trafen die Kirchenparlamentarier eine Reihe von organisatorischen Verfügungen. Unter anderem wurden zwei halbe Pfarrstellen zur Entlastung bei Vakanzen geschaffen. Die zweite Pfarrstelle an der JVA Heinsberg, die von dem Theologen Gernot Müller betreut wird, wurde von 50 auf 100 Prozent Beschäftigungsumfang hochgestuft. Darüber hinaus wurde zur Stärkung der Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinaus ein Fachausschuss für Kirchenmusik gegründet.

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