Kindgerecht, offen und direkt: „Zartbitter”

Von: han
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Hervorragendes Präventionstheater zum Thema sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Grundschulalter bot das Ensemble „Zartbitter”. Kindgerecht wurden die Botschaften gesendet. Foto: han

Kreis Düren. Ohne Zeigefingerpädagogik, aber mit viel Lebensfreude und Musik setzte die Zartbitter-Theaterproduktion „Ganz schön blöd” auf lebensnahe Aufklärung.

Das Stück behandelte das Thema sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen im Grundschulalter, stärkte spielerisch und verständlich das Vertrauen von Kindern in die eigene Wahrnehmung, unterschied zwischen „schönen und blöden” Gefühlen. Es förderte ein gesundes Misstrauen gegenüber Grenzverletzungen, stärkte das Selbstbewusstsein.

Das Theaterstück vermittelte den Kindern im Winkelsaal von Schloss Burgau, dass es mutig sei, zu den eigenen Ängsten zu stehen und sich bei merkwürdigen und belastenden Situationen Hilfe zu holen. Kindgerecht wurden die Botschaften gesendet, offen und direkt ausgesprochen, nichts wurde verklausuliert und dennoch so gestaltet, dass es nicht belastend für die jungen Zuschauer war.

Es war ein sehr gut abgestimmtes Spiel zwischen „Tine” und Teugel”, der halb Engel und halb Teufel war und gerne Schutzengel werden wollte. Schon mehrmals hatte er die Prüfung versiebt und nun eine neue Chance erhalten, in dem er das Mädchen einen Tag lang beschützen sollte.

Und so entwickelten sich auf der Bühne vielschichtige Themenkomplexe; es wurden Lösungen gezeigt, wie sich Kinder gegen Angstmache und sexuelle Übergriffe durch Jugendliche und Gleichaltrige zur Wehr setzen können. Auf eine altersgerechte Art und Weise gab es Hinweise, wie man Gewalt im Internet, per Handy und Spielkonsole vorbeugt. Nicht nur die Problematiken wurden benannt, sondern auch die Widerstandskraft und Solidarität der Kinder untereinander gefördert.

Und vor allem hatten sie, wie sich bei einer späteren Aussprache der Kinder mit den Schauspielern ergab, „Teugels” Botschaft verstanden „Nicht aufgeben!” Fazit: Erstklassiges Präventionstheater wurde im Winkelsaal geboten, das die AOK Regionaldirektion Düren- Jülich nach Schloss Burgau geholt hatte.
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