Kinder geben Temposündern Saures

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Jülich/Niederzier. Mit den üblichen Ausreden versuchen Autofahrer und -fahrerinnen die Frage „Warum sind sie hier zu schnell gefahren?“, die ihnen Kindergartenkinder und Grundschüler gestellt hatten, zu beantworten: „Ich habe einen Termin. Ich habe es eilig. Ich bin zu spät dran. Ich habe nicht darauf geachtet. Ich habe geschlafen.“

In der Hochheimstraße in Huchem-Stammeln zeigte die Geschwindigkeitsmessanlage der Verkehrswacht Jülich bei vier von 74 Fahrzeugen (fünf Prozent), in der Tempo 30-Zone an der Katholischen Grundschule eine erhöhte Geschwindigkeit (über 35 km/h) an. Die Spitze lag bei 47 km/h.

Ein Polizeibeamter hält die Fahrzeuge an und die Kinder fragen den Fahrer oder die Fahrerin nach dem Grund des zu schnellen Fahrens und überreichen die Zitrone.

Im Streffenweg in Ellen waren Kinder des Kindergartens „Krümelhaus“ mit im Einsatz und wiesen vier von 56 Verkehrsteilnehmern ( sieben Prozent) mit einer Zitrone auf ihr Fehlverhalten hin. Hier betrug die höchste Fahrgeschwindigkeit 42 km/h.

Vor dem Kindergarten Niederzier an der Auestraße waren fünf Zitronen (12,5 Prozent) fällig, die bei 40 Messungen von Kindergarten-Kindern überreicht wurden.

Das erwartet schlechteste Fahrverhalten bestätigte die Geschwindigkeitsmessung mit Kindern des Kindergartens in Hambach an der Herzogstraße: In diesem verkehrsberuhigten Bereich wurde die erlaubte Schrittgeschwindigkeit von maximal 7 km/h von 75 Prozent der Autofahrer/innen überschritten. Zwölf Fahrzeuge passierten die Messstelle, neun waren zu schnell – sogar bis zu 25 km/h.

Die Verkehrswacht Jülich dankt der Polizei und allen Kindergruppen, die sich an dieser lehrreichen Aktion für mehr Sicherheit im Straßenverkehr beteiligt haben.

Von den Kraftfahrern und -fahrerinnen fordert die Verkehrswacht die Beachtung von Geschwindigkeitsbegrenzungen, insbesondere im Bereich von Schulen und Kindergärten.

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