Kreis Düren - Keine finanziellen Geschenke im neuen Kreishaushalt

Keine finanziellen Geschenke im neuen Kreishaushalt

Von: inla
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Wenn vor Jahrzehnten der Haushalt vorgelegt wurde, hieß es immer, nun schlage die Sternstunde des Kämmerers. Diese Zeiten sind angesichts knapper Kassen lange vorbei.

Als Dirk Hürtgen am Mittwochabend den Haushalt des Kreises Düren einbrachte, machte er das sachlich und faktenbasiert. Finanzielle Geschenke hatte er nicht zu verteilen, im Gegenteil. Hürtgen sagt, dass angesichts der steigenden Aufgaben zu wenig Geld vorhanden sei.

Das Volumen des Haushalts liegt für 2017 bei 488 Millionen Euro, für 2018 sogar bei 502 Millionen Euro. Hürtgen hat einen Doppel-Etat für die beiden nächsten Jahre aufgestellt. Das meiste Geld, 83 Prozent, fließt in Sozialausgaben, zum Beispiel in Hilfen für Jugendliche und Familien oder in Unterstützung für Bedürftige, die einen Anspruch auf Sozialleistungen haben.

Das alles sind Pflichtaufgaben, die der Kreis im Auftrag von höherrangigen Ebenen wie Land und Bund umsetzen muss. Der Kreis kann letztlich nur über ein Prozent des Haushaltes selbst verfügen, zum Beispiel für Zuwendungen an Vereine oder Verbände.

Zu den gesetzlichen Vorgaben, die der Kreis zu erfüllen hat, gehört beispielsweise auch der Straßenbau bei den Straßen, die in seiner Zuständigkeit liegen (Kreisstraßen). Wie Kämmerer Hürtgen sagte, würden 2,8 Millionen Euro in Straßen investiert.

Die höchste Summe will der Kreis in den Ausbau von Breitbandleitungen für ein schnelles Internet ausgeben, zusammen 15 Millionen Euro. 5 Millionen gehen in den Bau beziehungsweise Ausbau erneuerbarer Energien, 2 Millionen werden in den Ausbau für die Betreuung von unter Dreijährigen in Kitas investiert, 740.000 Euro in Hard- und Software.

Der Kreis Düren erzielt seine Einnahmen zu einem großen Teil über die Kreisumlage, die von den 15 Kommunen im Kreis aufzubringen ist, dazu kommt die Jugendamtsumlage, die bis auf die Stadt Düren alle anderen Städte und Gemeinden zu zahlen haben (Düren hat ein eigenes Jugendamt). Die Kommunen zahlen zusammen knapp 170 Millionen Euro Kreisumlage und mehr als 53 Millionen Euro Jugendamtsumlage.

Den Vorwurf der Bürgermeister, der Kreis müsse mehr sparen, konterte Landrat Wolfgang Spelthahn mit dem Hinweis, der Kreis würde „die Ausgaben seit langem deutlich begrenzen“, zum Beispiel beim Personal. So hätten externe Gutachter ein Potenzial von gut 24 Stellen bis 2018 gesehen, dies würde umgesetzt so der Landrat. Vier weitere Stellen kämen hinzu.

Der Kreistag nahm die Zahlen von Kämmerer Hürtgen nur entgegen. Jetzt wird diskutiert, Ende März soll der Doppelhaushalt beschlossen werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert