Jugendamt fragt: „Wie soll Ihr Kind betreut werden?“

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Kreis Düren. Mit einer Elternbefragung will das Jugendamt des Kreises Düren ermitteln, wie groß der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in seinem Zuständigkeitsbereich tatsächlich ist.

In den nächsten Tagen erhalten alle 3600 Haushalte, in denen Kleinkinder leben, per Post einen vierseitigen Fragebogen. Abgefragt werden darin unter anderem die aktuelle Betreuungssituation und die Wünsche der Eltern zu künftigen Betreuungszeiten und -orten.

Hintergrund der Aktion: Ab dem 1. August 2013 hat jedes Kind ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen einklagbaren Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung oder bei einer Tagespflegeperson. Wie groß der Bedarf tatsächlich sein wird, kann derzeit nur vermutet werden. Das Land NRW geht für sich von einem durchschnittlichen Bedarf von 32 Prozent aus, der Bund hält eine Quote von 35 Prozent für realistisch, jeweils gemessen an der Gesamtzahl aller Kinder zwischen einem und drei Jahren. Die 35-Prozent-Marke wird der Kreis Düren am Stichtag 1. August übertreffen.

Die Umfrage soll die Chance bieten, Plätze dort zu schaffen, wo sie künftig gebraucht werden. „Ich bitte alle Mütter und Väter herzlich, den Fragebogen ausgefüllt zurückzuschicken, selbst dann, wenn sie schon einen Betreuungsplatz für Ihr Kind gefunden haben oder gar keinen benötigen. Denn je größer der Rücklauf ist, umso präziser wird unser Bild vom tatsächlichen Betreuungsbedarf in den einzelnen Städten und Gemeinden sein“, appelliert Landrat Wolfgang Spelthahn an alle Eltern. „Wir sind für jede einzelne Rückmeldung dankbar, denn letztlich arbeiten wir im Auftrag und zum Wohle der Familien mit ihren Kindern“, unterstreicht auch Gregor Dürbaum, Leiter des Kreisjugendamtes. Die Antworten werden spätestens bis zum 5. Juni zurückerwartet. Der Jugendamtselternbeirat mit Monika Kuckertz an der Spitze befürwortet und unterstützt die Umfrage.

Die Teilnahme ist freiwillig, anonym und für die Familien kostenlos. Die Auswertung der Daten erfolgt durch den Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut und Technische Universität Dortmund. Die Umfrage ist Bestandteil eines Forschungsprojektes, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird.

Der Kreis Düren gehört zu den Kommunen, die vom Land NRW für die Umfrage ausgewählt worden waren. Für Rückfragen zur Elternbefragung steht im Kreisjugendamt Insa Breuer (Telefon 02421/ 22-1113 oder E-Mail an i.breuer@kreis-dueren.de) zur Verfügung.

Im Zuständigkeitsbereich des Kreisjugendamtes können Eltern ihre Kinder maximal drei Jahre lang betreuen lassen, ohne einen eigenen Kindergartenbeitrag zu bezahlen.

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