„JÜL”: Am Samstag fährts los

Von: Volker Uerlings
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Ab Samstag halten die ersten M
Ab Samstag halten die ersten Menschen seit 40 Jahren wieder ein nagelneues „Alt”-Kennzeichen in Händen: Über 6000 Reservierungen liegen vor und stellen die Behörde vor eine Herausforderung. Foto: Kreis Düren

Kreis Düren. Die ersten neuen alten JÜL-Kennzeichen fahren am Samstagmorgen los. Am 17. November geht also offensichtlich ein Herzenswunsch von vielen Menschen in Erfüllung, denn beim Kreis Düren liegen zwischenzeitlich über 6000 Reservierungen vor.

Die meisten Vorbestellungen kamen naturgemäß aus dem Nordkreis mit Jülich (2904) an der Spitze, aber mehr als 300 auch aus dem Süden. So „JÜLen” künftig auch 125 Dürener. Anträge kamen aus allen 15 Kommunen.

Hierfür sind zwei Motive denkbar: Zum einen wollen etliche „Exil”-Jülicher, die in anderen Gemeinden wohnen, mit den Kennzeichen ihre Herkunft dokumentieren. Zum anderen besteht nun die Gelegenheit, endlich die Wunsch-Buchstaben und -Ziffern fürs Nummernschild zu ergattern. Dabei scheint es egal zu sein, ob davor ein DN oder ein JÜL steht.

Wie dem auch sei: Dem Kreis Düren beschert das eine Menge Arbeit und auch einige Einnahmen. Denn 40 Euro für eine Umkennzeichnung plus 12,80 Euro für ein Wunschkennzeichen summieren sich auf 52,80 Euro. Bei 6000 Reservierungen macht das knapp 317.000 Euro.

Dafür legt die Zulassungsstelle am ersten Tag der JÜL-Ausgabe eine Sonderschicht ein: Die Öffnungszeiten wurden ausgedehnt. „Aus diesem ganz besonderen Anlass” ist die Zulassungsstelle des Straßenverkehrsamtes von 8 bis 15 Uhr für Privatkunden geöffnet, erklärte Landrat Wolfgang Spelthahn.

An maximal 14 Schaltern werden die Kunden an diesem Tag bedient; je nach Resonanz könnten längere Wartezeiten aber nicht ausgeschlossen werden.

Es ist schwer zu kalkulieren, wie viele Schild-Wechsler gleich am Samstag nach Düren reisen. Eile besteht eigentlich nicht, denn die Reservierungen von JÜL-Kennzeichen bleiben ein Jahr lang gültig.

Der Kreis hatte sich darauf eingerichtet, dass die Genehmigung des Antrages auf Wiedereinführung von insgesamt elf Altkennzeichen in Nordrhein-Westfalen noch bis zum Jahresende auf sich warten lässt. So war das von höherer Stelle angedeutet worden. Am Montag aber wurde dann doch viel schneller der Weg frei gemacht.

Von 6000 Reservierungen kamen nach Angaben des Kreises 2904 aus Jülich, 605 aus Aldenhoven, 466 aus Linnich, 437 aus Titz, 139 aus Inden, 125 aus Düren, 111 aus Niederzier, 40 aus Merzenich, 33 aus Langerwehe, 21 aus Kreuzau, 20 aus Nörvenich, 19 aus Hürtgenwald, je 9 aus Vettweiß und Heimbach sowie 8 aus Nideggen. 1010 waren ohne Ortsangaben (Stand: Montag).
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