Jetzt ist das Indener Rathaus auch eine Art Kindergarten

Von: jan
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Alles fertig: Der kleine Lukas lässt sich von den vielen Besuchern in der neuen Pflegestätte nicht beeindrucken. Foto: Guido Jansen

Inden. Das Indener Rathaus ist jetzt auch ein Kindergarten. Oder eine Großtagespflegestelle, um ganz genau zu sein. In drei der Räume, in denen früher die Poststelle im Indener Rathaus untergebracht war, ist jetzt Platz für bis zu neun Kinder entstanden, die künftig von zwei Tagesmüttern betreut werden. Träger der Tagespflege ist das Katholische Forum Düren.

Mit dem Umbau der Räume hat die Gemeinde Inden auf den Mangel an Kita-Plätzen reagiert, der zu Beginn des Jahres bei einer Abfrage des Bedarfs festgestellt worden war. Mit insgesamt drei Maßnahmen hat Inden reagiert. Der Erweiterungsbau in Modulbauweise am Kindergarten Lucherberg wurde vor kurzem eingeweiht. „Außerdem haben wir die bestehenden Gruppen leicht überbelegt“, sagte Sozialamtsleiterin Gisela Wacker. Und jetzt kommt die Großtagespflege dazu.

Spätestens Anfang des Jahres soll die Einrichtung voll mit Kindern unter drei Jahren besetzt sein und dann von zwei Tagesmüttern betreut werden. Interessierte Eltern sind eingeladen, bei der Einrichtung im Indener Rathaus vorbeizuschauen oder Kontakt zum Katholischen Forum aufzunehmen, beispielsweise unter www.kinderhaende-dueren.de.

Knapp 30.000 Euro

„Das war eine schnelle und mutige Entscheidung des Rates“, sagte der scheidende Bürgermeister Ulrich Schuster, dessen letzte offizielle Amtshandlung vor dem Ruhestand die Eröffnung der Tagespflege war. Im Februar war Problem bekanntgeworden, im Mai stellte die Gemeinde einen Förderantrag für die Umbaumittel, im Juni kam der Bescheid. Jetzt ist die Einrichtung in Betrieb. Die Räume wurden umgebaut.

Jetzt gibt es einen Spielbereich, eine Küche mit Essbereich und einen Schlafraum. Außerdem verfügt die Großtagespflege über einen separaten Eingang über einem Metallsteg mit hohem Geländer, der das Kellergeschoss des Rathauses überbrückt. Knapp 30.000 Euro hat der Umbau insgesamt gekostet. Am Hintereingang des Rathauses, da wo sich der Indener Bürgerpark befindet, entsteht in einer Ecke gerade ein Spielplatz für die Kinder.

Helga Contzen vom Katholischen Forum lobte die Zusammenarbeit mit der Indener Verwaltung, vor allem mit Gisela Wacker vom Sozialamt und Marco Schmitz vom Bauamt, die dazu beigetragen hätten, die Einrichtung so schnell und umkompliziert wie möglich herzurichten. „Das war spitzenmäßig. Wenn das nur überall so schnell laufen würde ...“ Zudem sagte Contzen, dass Inden mit der Großtagespflege ein Alleinstellungsmerkmal habe.

„Wir betreiben fünf Großtagespflegestellen im Kreis Düren. Aber Inden hat jetzt die einzige, die sich in einem Rathaus befindet.“ Zudem sagte sie, dass die beiden Tagesmütter, von denen eine ab sofort und eine ab Januar zur Verfügung steht, über viel Berufserfahrung verfügen. Auch Herbert Brüßeler vom Jugendamt des Kreises Düren lobte die Indener Politik und die Verwaltung für das schnelle Handeln. Innerhalb eines halben Jahres sei das Fehlen von 25 Plätzen ausgeglichen worden.

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