Inden - Integration in Inden: Begegnungen, Gärtnern und Schreinern

Integration in Inden: Begegnungen, Gärtnern und Schreinern

Von: Daniela Mengel-Driefert
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Gespräche über Integration mit der Landesvorsitzenden der Grünen in der AnziehBar in Inden: (v.l.) Landesvorsitzende Mona Neubaur, Sprecher des AK Asyl Peter Lövenich, Sprecherin Karoline Pinkert und die grüne Lokalpolitikerin Hella Rehfisch.

Inden. „Die Integrationsarbeit fängt jetzt erst an“, da sind sich alle einig. Alle, damit sind Vertreter des Asylkreises Inden, die lokale Grünenpolitikerin Hella Rehfisch und die Landesvorsitzende der Grünen Mona Neubaur gemeint. Hella Rehfisch hat sie nach Inden in die AnziehBAR eingeladen.

Hier kann, wer möchte, Kleidung und Hausrat aus zweiter Hand für kleines Geld erstehen. Genutzt wird das Angebot von Flüchtlingen und Bürgern. Es ist ein Projekt des AK Asyl Inden. Mona Neubaur reist durch Nordrhein-Westfalen, ist auf der Suche nach positiven Integrationsbeispielen, schaut sich um, wie das funktioniert mit den Flüchtlingen, im Land, vor Ort in den Kommunen. Sie ist angetan von der kreativen Integrationsarbeit der ehrenamtlich Aktiven in Inden, von der natürlichen und menschlichen Art Fremde in der Mitte der Gesellschaft aufzunehmen.

Der Arbeitskreis Asyl hat 40 Mitglieder und wurde im Dezember 2014 in Trägerschaft der evangelischen Kirche gegründet. Die Aktiven setzen sich aktuell für 110 Asylbewerber und 30 Personen mit Asylstatus ein.

Der Asylkreis hat Ideen entwickelt, wie und wo Flüchtlinge und Bürger in Kontakt treten können. Ein Ort ist die AnziehBAR. Zweimal die Woche ist sie für zwei Stunden geöffnet, Menschen geben Kleidung ab, andere kaufen, Gespräche und Begegnungen entstehen. Im Eingangsbereich laden Sitzmöbel zum Gespräch miteinander ein. Die hölzernen Bänke und Tische haben Flüchtlinge unter Anleitung von Gert Kriebel geschreinert. Begegnungen finden auch in zwei Gärten statt. Flüchtlingen säen, harken, ernten Gemüse und Obst. Im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe übernehmen sie die Pflege fremder Gärten. Ehrenamtlich. Es ist ein Geben und Nehmen.

Das sind gute Voraussetzungen, damit die Integration gelingen kann, sagt Neubaur. Hella Rehfisch fügt hinzu, dass es auch immer wieder aktive Menschen für die ehrenamtliche Arbeit brauche, der Arbeitskreis freue sich jedenfalls über Zuwachs.

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