Industriegebiet Grachtweg: Interesse ist groß

Von: -vpu-
Letzte Aktualisierung:
13829682.jpg
Interkommunales Projekt: Kurz vor dem Kraftwerk Weisweiler liegt das Industriegebiet Grachtweg, teils auf Indener, teils auf Eschweiler Gebiet. Foto: Jansen

Inden/Eschweiler. Qualität vor Zeit. Mit dieser Maxime soll das gemeinsame Industriegebiet Grachtweg der Gemeinde Inden und der Stadt Eschweiler vermarktet werden. Das Interesse an dem 30.000 Quadratmeter großen Areal sei sehr groß, sagte Erik Schöddert, Leiter Flächenmanagement von RWE, in dieser Woche im Indener Rathaus, denn „das ist eine Top-Industriefläche“.

Beim Unterzeichnen der Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen Entwicklung des Restsees Inden zwischen der Kommune und dem Bergbautreibenden wollten einige Indener Kommunalpolitiker mehr zum Stand der Dinge aus erster Hand erfahren.

Im Oktober 2015 waren die beiden Kommunen und RWE mit dem Projekt an den Start gegangen. 16 Monate später gibt es zumindest keinen sichtbaren Fortschritt. Schöddert verwies auf das von beiden Kommunen formulierte Ziel: Schließlich soll eine arbeitsplatzintensive Nutzung gelingen, die langfristig auch einen Teil der Jobs kompensiert, die nach der Auskohlung im Tagebau Inden und Kraftwerk Weisweiler wegfallen.

„Irgendwas wäre möglich, aber es sollten nachhaltige Ansiedlungen sein“, sagte Schöddert. Der RWE-Vertreter deutete an, dass aktuell mit Blick auf die Zielsetzung vielversprechende Gespräche laufen. Details könne er noch nicht preisgeben. Sobald aber Fakten auf dem Tisch liegen, werde der Dialog „mit den kommunalen Partnern“ gesucht, um die Industriefläche „vernünftig in Wert zu setzen“.

Industrieflächen seien rar, vor allem größere Areale „am Stück“, die auch die Ansiedlung großer Betriebe erlauben, sagte vor den Spitzen der Indener Ratsfraktionen und Bürgermeister Jörn Langefeld auch Michael Eyll-Vetter, RWE-Leiter Tagebauentwicklung, und bat um etwas Geduld bei der Vermarktung. Damit erklärten die Konzernvertreter auch, warum der Grachtweg nicht unbedingt der richtige Ort zum Beispiel für kleinere Handwerksbetriebe sei, die in einem Gewerbegebiet besser aufgehoben seien. Auch denen könnten in Eschweiler, Inden oder im Indeland interessante Flächen angeboten werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert