Indener Grundschüler gehen auf Sendung

Von: bw
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Unter der Anleitung von Reporter Jan Philipp Wicke durften die Teilnehmer von „KiRaKa kommt!“ ihre erste Nachrichtenmeldung vortragen, die später gesendet wurde. Foto: Wickmann

Inden/Altdorf. Eine Radiosendung gibt dem Zuhörer die Möglichkeit, sich über aktuelle Geschehnisse zu informieren, neue oder bekannte Musik zu hören oder die Zusammenhänge von Ereignissen in der ganzen Welt zu verstehen. Doch Nachrichten- und Musiksendungen für Erwachsene sind für Kinder nicht immer verständlich oder interessant.

Deshalb gibt es seit vielen Jahren auch Radio- und Fernsehsender, die speziell für diese Zielgruppe gemacht sind.

Seit mehreren Jahren bietet der in Köln beheimatete Kinder-Radiokanal (KiRaKa) des Westdeutschen Rundfunks (WDR) Grundschulen in ganz Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit, ihren Schülern ein besonderes Radioerlebnis zu bieten, an dem sie aktiv mit arbeiten. Die Schulen können sich auf eine Projektwoche bewerben. In deren Verlauf lernen die Kinder, wie eine Radiosendung entsteht, wie man kleine Fehler aus einer Aufnahme herausschneidet oder wie man Themen für eine interessante Berichterstattung findet.

Sendungsaufbau

Die Gemeinschaftsgrundschule Inden wurde ausgewählt und bekam nun Besuch aus Köln. Am ersten Projekttag lernten die Kinder der Klasse 3 und 4c von KiRaKa- Reporterin Christina Pannhausen zunächst einmal Grundlegendes über den Aufbau einer Radiosendung und durften sich aus drei neuen Songs ihren Favoriten raussuchen. Sie entschieden sich für „I feel so bad“ von „Kungs“.

Zuvor hatten die Kinder unter der Anleitung von Klassenlehrerin Simone Ewinger einen Fragebogen zu ihrer Schule ausgefüllt und auf dessen Basis sie ihre Schule später im Radio vorstellten. Beim bekannten Teekesselchen-Spiel wurden von den Kindern mehrdeutige Begriffe wie Tor oder Schild erklärt und erste Probeaufnahmen hiervon gemacht. Mit Bezug zu ihrem Schulort Inden/Altdorf durften sie dann auch mittags in der Aula Zeitzeugen befragen, die noch den alten Ort Inden aus eigenem Erleben kennen, der 2005 dem Braunkohletagebau weichen musste.

Richtig spannend wurde es beim Besuch der KiRaKa-Reporter Jan Philipp Wicke, Jana Magdanz und Verena Ludwig. Zunächst erklärte Wicke an der Tafel, was bei einer Nachricht wichtig ist, wie man sie am besten verfasst und dass sie normalerweise nicht länger als 30 Sekunden dauert. Die Kinder hatten sich zuvor in Gruppen aufgeteilt und konnten sich unter zehn verschiedenen Themen fünf für eine Nachrichtenmeldung aussuchen.

Aus den aktuellen Meldungen suchten sie sich die Planung von neuen Schullehrplänen in der Türkei, eine Reform des Abiturs in allen Bundesländern, die Züchtung eines genetisch veränderten Apfels, einen Bericht über die Musikleidenschaften von Hunden und die Namensgebung für das Berliner Eisbärenbaby aus. Eine sechste Gruppe übernahm den Wetterbericht.

Unter der Anleitung ihrer Lehrer und der Reporter wurden nun radiotaugliche Kurzmeldungen zu den Themen verfasst und später von einem Kind vorgetragen. Die hierbei gemachten Aufnahmen wurden im Radio gesendet.

Live im Radio

Zum Abschluss der spannenden Projektwoche durften noch einige Kinder am KiRaKa-Ratespiel teilnehmen, dass live im Radio übertragen wurde.

Dieser Einblick in die Medienwelt hat alle begeistert und wird garantiert noch lange in Erinnerung bleiben.

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