Inden sucht Bleibe für Flüchtlinge

Von: jan
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Inden. Die Gemeinde Inden muss möglicherweise ihr Konzept für das Unterbringen von Flüchtlingen ändern. Denn die erhoffte Lösung kommt möglicherweise nicht zustande, künftig wieder Flüchtlinge in Linnich unterbringen zu können, weil dort neue Räumlichkeiten geschaffen werden.

„Wir waren davon ausgegangen, dass in Linnich mehr Kapazitäten sind und dass unser Problem so entzerrt werden würde“, sagte Gisela Wacker vom Indener Sozialamt. Jetzt zeichnet sich ab, dass die Zahl der Flüchtlinge in der Unterkunft in Linnich-Gevenich reduziert werden muss, indem die Personen auf andere Räume verteilt werden. Bei diesen Räumen handelt es sich unter anderem um das ehemalige Welzer Warnamt, das auch Inden, Aldenhoven und Titz auf der Rechnung hatten als Unterbringungsmöglichkeit. „Im Moment ist nicht mehr absehbar, ob und wie viele Flüchtlinge in Linnich zusätzlich Platz“, sagte Wacker. Deswegen fahre die Gemeinde zweigleisig.

Aktuell stünden in Inden noch drei Plätze zur Verfügung. Diese Reserve kann vor dem Hintergrund der Erfahrungen der vergangenen Monate schnell aufgebraucht sein. Einige wenige Wohnungen seien der Gemeinde angeboten worden, die derzeit auf ihre Eignung geprüft werden. „Wir müssen uns Gedanken machen, was wir machen, wenn die Möglichkeit in Linnich nicht zustande kommt“, sagte Wacker.

Dass der Strom von Neuankömmlingen nicht abreißt, ergebe sich laut Wacker auch aus den Zahlen der vergangenen Jahre. 2012 hat die Gemeinde Landeszuweisungen für Flüchtlinge in Höhe von 28.000 Euro erhalten. Die Ausgaben betrugen 142.000 Euro. (2013: 36.000 und 198.000, 2014: 54.700 und 300.000) Für dieses Jahr rechnet das Indener Sozialamt mit 405.000 Euro Ausgaben bei Landeszuweisungen in Höhe von 126.000 Euro.

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