Indeland: Spelthahn und Schuster stellen Brökers Aufgaben vor

Von: bugi/sj
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Ulrich Schuster, Bürgermeist
Ulrich Schuster, Bürgermeister von Inden und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, Landrat Wolfgang Spelthan als Vorsitzender des Aufsichtsrates (von links) und Sparkassenvorstand Uwe Willner (rechts) stellten gestern den neuen Aufgabenbereich von Jens Bröker in der Entwicklungsgesellschaft Indeland vor. Foto: Johnen

Kreis Düren. Dass es Kritik am Auswahlverfahren für den neuen hauptamtlichen Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Indeland gab und gibt, nehmen die Verantwortlichen gelassen: „Wir halten die Kritik bestens aus. Wir haben mit Jens Bröker jemanden gefunden, der bestens vernetzt und für diese Aufgabe hervorragend geeignet ist”.

So formulierte es am Montag Landrat Wolfgang Spelthahn als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Indeland GmbH bei der Vorstellung von Brökers Aufgabenbereich. „Wir haben einen neuen Stürmer verpflichtet”, sagt er über Bröker, der bisher SPD-Fraktionsvorsitzender im Dürener Kreistag war.

Brökers Hauptaufgabe in der Entwicklungsgesellschaft ist es - um im Bild zu bleiben - möglichst viele Elfmeter zu verwandeln, in Form von Zuwendungen für den Kreis Düren. „Die Landesregierung will den Strukturwandel nach dem Tagebau frühzeitig gestalten.

Darauf müssen wir reagieren”, sagte Bröker, der die Konturen der bisher eher grob umrissenen Visionen schärfen und konkrete Entwicklungsszenarien entwerfen will. Und die sollen eben nicht nur mit der raumplanerischen Änderung aus dem Schlagwort ?Boote statt Bagger bestehen.

Medizin, Forschung, Logistik

Orientieren will sich die Entwicklungsgesellschaft an bestehenden Schwerpunkten: den Bereichen Medizin, Forschung, Güter und Logistik sowie Entwicklungen rund um den Automobilbau. „Das Land legt jetzt die entsprechenden Förderprogramme auf. Wer da nicht rechtzeitig dabei ist, verschwindet”, argumentiert Bröker - zumal in den Zentren rund um den Kreis Düren längst Diskussionen um eine stärkere Vernetzung und Zusammenarbeit eingesetzt hätten - auch, um von den Geldern des Landes und weiteren Fördermitteln zu profitieren.

Das Indeland müsse sein eigenes Profil schärfen, um überregional wahrgenommen zu werden und bestehen zu können. Messen lassen will sich Bröker an den Fördermitteln, die er als Geschäftsführer für Projekte im Indeland einwirbt. Er werde alle politischen Mandate niederlegen - und auch nicht mehr als Spitzenkandidat der SPD zur Verfügung stehen.

Finanziert wird die neugeschaffene Stelle des hauptamtlichen Geschäftsführers wie berichtet von der Sparkasse Düren. Der Vertrag mit der Indeland-Gesellschaft wurde über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen. Vorstand Uwe Willner betrachtet die Frage, wie sich die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis nach dem Tagebau darstellt, als eine der Kernfragen auch für sein Unternehmen: „Mit dieser finanziellen Unterstützung der Entwicklungsgesellschaft sichern wir auch den Erfolg der Sparkasse.”
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