Immer wieder schwere Unfälle mit Radfahrern

Von: pol-dn
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Kreis Düren. Fast jeden Tag kommt es im Kreis Düren zu teils schweren Unfällen, an denen Radfahrer beteiligt sind. So auch am Donnerstag, als gleich zwei Fahrradfahrer im Verkehr den Kürzeren zogen.

Die Polizei weist darauf hin, dass es sehr häufi der Fall sein, dass die Verkehrsteilnehmer auf zwei Rädern schlicht übersehen würden.

Auch am Donnerstag kamen wieder zwei Radler unverschuldet zu Fall. Beide hatten noch Glück im Unglück. Sie kamen mit Schürfwunden und Prellungen relativ glimpflich davon.

Um 13.35 Uhr hatte in Düren der 20-jährige Beifahrer eines auf der Josef-Schregel-Straße parkenden Wagens beim Öffnen der Tür nicht auf den Verkehr auf dem Radweg geachtet. Ein 13 Jahre alter Junge konnte nicht mehr ausweichen und krachte mit seinem Rad gegen die geöffnete Tür.

Der Verursacher selbst fuhr den an Knie und Ellbogen verletzten Schüler zu seinen Eltern nach Hause. Ein Arztbesuch war erst mal nicht erforderlich. Dennoch musste die Polizei, wie in allen solchen Fällen, ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung einleiten.

Gegen 13.50 Uhr wurde in Jülich ein 75 Jahre alter Radfahrer zum Opfer einer Unaufmerksamkeit. Eine 47 Jahre alte Autofahrerin aus Niederzier hatte an der Einmündung Leo-Brandt-Straße/Oststraße angehalten. Als auf die Kreuzung fuhr, übersah sie jedoch den von rechts auf dem Radweg der Oststraße heranradelnden Senior, der Vorfahrt hatte. Es kam zum Zusammenprall und Sturz des Zweiradfahrers, der anschließend über Schmerzen am Knie klagte und, falls erforderlich, selbst zum Arzt gehen wollte.

Radfahrer sind um ein Vielfaches verletzlicher

Oft gehen Verkehrsunfälle mit Radfahrern weniger glimpflich aus. Im Jahr 2010 verunglückten im Kreis Düren knapp 250 Radfahrer; jeder fünfte bei uns im Straßenverkehr Verunglückte ist somit ein Radfahrer. Zwei Radfahrer starben.

Kleine Flüchtigkeitsfehler von Kraftfahrern können wegen der Verletzlichkeit der Zweiradfahrer mit dramatischen Folgen ausgehen. Von daher bittet die Polizei um eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Fahrradfahrern. Diesen wiederum wird als vorbeugende Schutzmaßnahme ans Herz gelegt, sich ebenfalls an die Verkehrsvorschriften zu halten und mit einem Helm besonders den Kopf zu schützen. Eine bessere Lebensversicherung für Radfahrer gibt es nicht.
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