Im Mittelpunkt steht die Lebensqualität der Bürger

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Kreis Düren. „Dabei sein ist alles!” Das olympische Motto trifft auch auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft” zu. Seit 50 Jahren wird er ausgetragen und gerne als größte Bürgerbewegung Deutschlands bezeichnet.

Bis Ende März können sich Dörfer bis 3000 Einwohner für den Wettbewerb auf Kreisebene anmelden. Dann heißt es, Ärmel hochkrempeln. Vom 4. bis 15. Juli wird eine Jury alle Kandidaten besuchen, um sich bei einem Dorfrundgang ein Bild von den Aktivitäten der Gemeinschaft zu machen. Zählte früher die Ästhetik, blicken die Punktrichter heute gerne auch hinter die Fassade: „Welche Ideen, welche Ziele hat eine Dorfgemeinschaft und wie setzt sie sie um? Wie begegnet sie den Herausforderungen unserer Zeit?”, formuliert Annegret Dedden, Direktorin der Landwirtschaftskammer NRW, einige Leitfragen.

Stichwort demographischer Wandel: Überalterung, Bevölkerungsschwund und Leerstände drohen dem ländlichen Raum, dessen Infrastruktur nicht mit dem städtischen Angebot konkurrieren kann. „Mit lebendigen Dörfern, in denen es ein gutes Miteinander gibt, wollen wir uns diesem Trend entgegenstellen”, unterstreicht Landrat Wolfgang Spelthahn.

Immerhin lebt im Kreis Düren fast die Hälfte der Menschen in Dörfern. Und deren Lebensqualität steht und fällt am Ende mit ihren Bewohnern. „Welche Bedürfnisse haben die Menschen, wie werden die verschiedenen Generationen eingebunden, wie die Frauen, wie Neubürger?”, gibt Annegret Dedden weitere Hinweise. Die Förderung des sozialen und kulturellen Lebens und die wirtschaftliche Entwicklung spielen ebenfalls eine große Rolle, ferner die Präsentation nach außen, im Internet zum Beispiel.

„Teilnehmer haben genau 90 Minuten, ihr Dorf und ihr Konzept beim Rundgang zu präsentieren”, erklärt Jurorin Margarethe Lersch, bei der die Fäden im Kreishaus zusammenlaufen. Anmeldungen nimmt sie unter Telefon: 02421/22-2704 entgegen. Auch berät sie Teilnehmer gerne.

Wie viele Dörfer den Kreis im nächsten Jahr auf Landesebene repräsentieren können, hängt von der Teilnehmerzahl an der Rur ab. Mitmachen lohnt sich auf jeden Fall, denn so Annegret Dedden, „am Ende gibt´s immer ein Fest”.
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