IHK-Energiedialog: Energie sparen und Umwelt schonen

Von: sj
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„Alle Systeme unter die Lupe genommen - und Einsparpotenziale gefunden”: Ralf Richter, Leiter der Technischen Dienste bei der Dürener Isola (rechts), führte Paul Kurth von der IHK-Aachen und die Teilnehmer des Energie-Dialos über das Werksgelände und erläuterte die Energiesparmaßnahmen. Foto: Johnen

Kreis Düren. Energiesparen ist für das produzierende Gewerbe nichts Neues. Angesichts des teils enormen Verbrauchs sind Einsparungen nicht nur eine Frage der Ökobilanz, sondern ganz klar auch eine Frage der Kosten.

„Die wahren Sparer sitzen in der Wirtschaft”, bilanziert daher Paul Kurth von der Industrie und Handelskammer Aachen. „Da ist aber noch Potenzial vorhanden”, fügt er hinzu. Nicht unbedingt in der reinen Produktion, wohl aber bei Belüftung, Beleuchtung und Gebäudetechnik. 40 bis 50 Prozent könnten - so eine Schätzung von Kurth und dem IHK-Energieeffizienz-Lotsen Dieter Dembski - noch eingespart werden.

Der IHK-Energiedialog soll Unternehmen dabei helfen, Energie zu sparen - und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Mitarbeiter treffen dabei in Workshops auf erfahrene Energieexperten. Auch der gegenseitige Austausch spielt eine große Rolle. Bei der Birkesdorfer Firma Isola fand nun die „Halbzeit” des Energie-Dialogs statt. Auf dem Programm stand die betriebliche Energieanalyse.

Ralf Richter, Leiter der Technischen Dienste bei Isola, verdeutlichte den Zuhörern in einem Vortrag, mit welchen Maßnahmen seine Firma durch Controlling Energie einsparen konnte. Beispiel Druckluft: „Bis 2007 gab es nur eine manuelle Messung des Verbrauchs im Monat”, sagt Richter. Durch die Installation weiterer Zähler konnte der Verbrauch besser gesteuert werden und nach einer Überprüfung der Leitungen wurden auch kleinste Lecks repariert.

Die Ersparnis: 30.000 Euro im Jahr. Mit einer Verbrauchsanalyse und einer angepassten Schaltung reduzierte das Unternehmen die Stromkosten um 38.000 Euro im Jahr. „Wir haben so erst herausgefunden, dass wir bislang auch sehr viel Strom ohne Produktion verbraucht haben”, berichtet Richter. Der Wasserverbrauch wurde um 43000 Euro im Jahr reduziert. Bei den Überprüfungen wurde auch ein unterirdisches Leck entdeckt. Viel Geld versickerte bis dahin im Boden.

„Energiesparen ist überall ein Thema. Nur fehlt oft die Prioritätenetzung”, sagt Dembski. Die IHK will durch die Beratungen und den Energieeffizienz-Lotsen Hilfestellungen bieten, Prozesse anstoßen. Sie vermittelt auch Zuschüsse für Beratungen. Größte Stromfresser seien oft Dinge, die „eh da sind” - die Beleuchtung beispielsweise. Durch eine systematische Auseinandersetzung mit dem Thema sollen auch kleine Unternehmen und Gewerbetreibende für das Thema sensibilisiert werden. Und konkrete Hilfestellung erfahren.

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