Hoffen, dass der Aktienkurs wieder steigt

Von: sj
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Kreis Düren. Die RWE-Aktie gehört seit Jahresbeginn zu den größten Verlierern im DAX. Seit längerer Zeit schon haben alteingesessene Aktionäre des Energieversorgers eher überschaubare Freude an ihrem Investment.

Der Kurs befindet sich im Sinkflug, die Ausschüttung an die Aktionäre wird seit Jahren reduziert. Schüttete der Konzern 2010 noch 3,50 Euro pro Aktie aus, lag die Dividende für das Jahr 2014 bei einem Euro. In den Medien wird darüber spekuliert, dass sich die Dividende noch einmal halbieren könnte. Nachrichten, die auch den Kreis Düren nicht ungerührt lassen dürften. Schließlich hält die Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren, eine 100-prozentige Tochter des Kreises, 1.202.868 RWE-Aktien. Die Vermögensverwaltungsgesellschaft hat 3800 Aktien in ihren Büchern stehen.

„Der Aktienkurs war jüngst Thema bei der Aufsichtsratssitzung der Beteiligungsgesellschaft“, sagte Kreis-Kämmerer Dirk Hürtgen auf Anfrage unserer Zeitung. In den Büchern der Gesellschaften stehen die Aktien, die an der Börse derzeit mit rund 10,40 Euro gehandelt werden, mit 25 Euro. Im Jahr 2013 lag die Bewertung noch bei über 38 Euro. Am 31. Dezember wird ein Strich gezogen, bis Ende März haben die Gesellschaften des Kreises noch die Möglichkeit, mit einer sogenannten Wertberichtigung zu warten.

„Der Kurs kann sich bis dahin noch positiv entwickeln“, sagt Dirk Hürtgen. Tut er es nicht, droht eine Wertberichtigung in Höhe von derzeit über 17 Millionen Euro. „Das Betriebsergebnis der Gesellschaften würden damit reduziert, wir müssten einen Ausgleich darstellen“, sagt Hürtgen. Dabei würden beispielsweise die sogenannten stillen Reserven unter die Lupe genommen. Dazu gehören unter anderem Grundstücke. Eine Überprüfung könnte ergeben, dass manche in der Bilanz gebuchten Werte mittlerweile höher anzusetzen wären. „Es ist aber zu früh, über den Kurs der Aktie und die Auswirkungen zu spekulieren“, sagt Hürtgen. Verkaufen sei angesichts des Kurses jedenfalls keine Option.

Eine ganz konkrete und unmittelbare Auswirkung hätte eine weitere Absenkung der Dividende im kommenden Jahr. Die Ausschüttungen wurden bislang „zur Aufgabenerfüllung der Tochtergesellschaften verwendet“. Konkret heißt das, die Zahlung aus Essen wurde genutzt, um Defizite der Dürener Kreisbahn und des Freizeitbades „Monte Mare“ auszugleichen. Dafür reichte schon die zuletzt gezahlte Dividende von einem Euro pro Anteilsschein nicht mehr aus.

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