Düren - Hightech ermöglicht praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt

Hightech ermöglicht praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt

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Ralf Hüllen, Leiter der Metallwerkstatt (r.), erklärte unter anderem Daniela Düren vom Metallarbeitegbervervand den Einsatz der gesponserten Geräte. Foto: Abels

Düren. „Unser Ziel ist, den Jugendlichen die Berufswelt möglichst auf dem aktuellen Stand der Technik vorzustellen”, erklärt Professor Kurt Schroeder vom Sozialwerk Dürener Christen einen der wesentlichen Ansätze im „Haus der Berufsvorbereitung”.

Seit gut einem Jahr können Hauptschüler aus dem gesamten Kreis Düren in der Werkstatt an der Dürener Glashüttenstraße ihren Wunschberuf schon vor der ersten Bewerbung ausgiebig testen; in ihrer Freizeit wohlgemerkt. Immer freitags von 14 bis 16 Uhr werden fachtheoretische Inhalte vermittelt, samstags ist die praktische Arbeit an der Reihe. Und das in den verschiedensten Berufen: Gartenbau und Floristik gehören ebenso dazu wie Büro, Handel und Verwaltung, Holz- und Bautechnik, Friseur und Kosmetik, Gesundheit, Soziales und Ernährung und der Metallbau - sozialpädagogische Begleitung inklusive. „Eine Art Knigge für Azubis”, erklärt Marcus Farwick. Finanziert wird das Projekt vor allem durch Zuschüsse von Stiftungen, Firmen und Verbänden.

Der Arbeitgeberverband der Metallindustrie von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung hat jetzt dafür gesorgt, dass Ralf Hüllen die Jugendlichen in der Metallwerkstatt noch intensiver an die Ausbildungsinhalte heranführen kann. Für rund 3000 Euro hat der Verband zwei Apparate zum Plasma-Schneiden und Schweißen von Metallen finanziert.

„Echte Hightech-Geräte”, bedankte sich Kurt Schroeder stellvertretend bei Daniela Bühr vom Arbeitgeberverband für die spürbare Aufwertung der Ausbildung, von der auch die Betriebe profitieren. Denn sie erhalten in einer Zeit des beginnenden Facharbeitermangels Azubis, die sich nicht erst noch orientieren müssen, sondern schon wissen, dass sie diesen oder jenen Berufs anstreben und was sie dort erwartet.

570 Stunden umfasst das einjährige Programm im „Haus der Berufsvorbereitung”, inklusive Betriebspraktika. 40 Plätze bietet der Sozialdienst Dürener Christen an und organisiert auch die An- und Abfahrt, sollte die ÖPNV-Anbindung Probleme bereiten. Nachdem im letzten Jahr alle Plätze belegt waren, hat das Sozialwerk derzeit noch Plätze frei. „Bis zu den Sommerferien können sich Hauptschüler noch bei uns anmelden”, ermuntert Marcus Farwick noch einmal die Jugendlichen, diese Chance einer praxisorientierten Berufsvorbereitung zu nutzen. Für modernste Technik ist nicht zuletzt Dank der Spende der Metallarbeitgeber gesorgt.

Weitere Infos gibt es beim Sozialwerk Dürener Christen unter 02421/2823-18.
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