Herbstregatta: Der Wind kommt zur richtigen Zeit

Von: ale
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Fröhlicher Regatta-Ausklang: Berthold Jung (vorne in der Mitte) entschied die Vereinsmeisterschaft des TuS Schmidt wieder für sich. Jetzt darf er den Pokal behalten. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. Segelwetter, ganz nach Wunsch, stellte sich ein, als die Segler des TuS Schmidt ihre Vereinsmeisterschaft austrugen. Viel Sonnenschein und ein ordentlicher Wind begleiteten die Herbstregatta auf dem Rursee im „Kühlchen“.

Dabei sah es am Samstagmorgen zunächst nicht nach guten Bedingungen aus, doch als Heinz Claßen von der Regattaleitung zum Fertigmachen blies, kräuselte sich das Wasser, und dank einer frischen Brise legten die Boote einen flotten Start hin. Sie segelten in Richtung Schwammenauel und kehrten mit geblähten Segeln bei achterlichem Wind zurück, um die Zielboje zunächst einmal zu umrunden und dann Kurs auf Boje 8 am „Suure Pötz“ zu nehmen. Wieder einmal erwies sich dann die Bucht hinter dem Eschauel, wo Boje 7 zu umfahren war, als tückisch, denn hier blies nur ein laues Lüftchen.

Faire Auswertung

Nach einem ausgiebigen Mittagessen mit ebenso ausgiebigen Diskussionen legten alle los zum zweiten Lauf, anschließend ging’s ans Ausrechnen der Ergebnisse. Damit eine faire Auswertung erfolgen kann, bedient man sich der international anerkannten Yardstickzahl; hierdurch wird die Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Boote relativiert. Das heißt beispielsweise, dass ein Boot mit viel Segelfläche schneller sein muss als eines, das weniger Segelfläche aufweist.

Tagessieger wurde Otto Wergen vor Horst Ludwig Naas und Helmut Loch. Mit viel Fachsimpeln verbrachten die Skipper und ihre Teams einen langen Abend auf dem Steg; hinzu kam noch handgemachte Musik von Gitarre und Cajon – ein perfekter Sommerabend.

Schaumkronen auf den Wellen

Am Sonntag konnten es die erfahrenen Segler gar nicht erwarten, ihre Boote startklar zu machen: Starker Wind ließ auf den Wellen Schaumkronen wachsen. Wie von den Fachleuten nicht anders erwartet, „flog“ Helmut Loch mit seinem H-Boot allen davon. Er und sein Vorschoter Rolf Naas segelten nach 45 Minuten strahlend ins Ziel. „Das war herrlich“, riefen sie. Es dauerte 14 Minuten, bis Otto Wergen mit seiner First auftauchte, gefolgt von Ludwig Naas in seinem Kajütboot. Helmut Loch freute sich, unangefochten Tagessieger zu sein.

Nun wurden die Ergebnisse der Herbstregatta und die der Frühjahrsregatta addiert, auf den Plätzen eins und zwei und ebenfalls auf den Plätzen drei und vier gab es gleiche Punktzahlen. Deshalb wurden die gefahrenen Zeiten verglichen, und die ersten Vier standen fest: Vierter wurde Lucki Naas, Dritter wurde Helmut Loch.

Auf Platz zwei landete Otto Wergen, und zum wiederholten Male wurde Berthold Jung, der mit seiner Frau eine „Varianta“ segelt, Vereinsmeister; er behält nun den begehrten Pokal. Die Freunde gratulierten herzlich und meinten: „Vielleicht liegt das Geheimnis des Erfolgs auch darin begründet, dass Du 30 Jahre der Varianta und 40 Jahre deiner Vorschoterin Gertrud treu bist…“ Alte Liebe rostet nicht.

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