Kreis Düren - Heiße Tage retten die Bilanz der Badesaison

Heiße Tage retten die Bilanz der Badesaison

Von: Naima Wolfsperger
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Vom ungewöhnlich starken Zulauf in den vergangenen Wochen war am Sonntag am Dürener Badesee nicht mehr viel zu spüren. Doch nach den durchwachsenen Sommerferien stieg die Zahl der Gäste noch einmal stark an. Die Saison geht diese Woche zu Ende. Foto: sj
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Die Beach-Volleyballer freuten sich über den Sommer im Herbst. Foto: sj

Kreis Düren. Der Sommer 2016 ist nach den Ferien. Zumindest für die Freibäder und Badeseen im Kreis Düren. Vor wenigen Wochen noch lief es vielen Betreibern noch kalt den Rücken herunter, wenn nach den Bilanzen gefragt wurde. Inzwischen ist der ein oder andere nicht nur erleichtert, sondern regelrecht euphorisch: „So etwas habe ich noch nie erlebt!“

Jörg Tobeck ist sich sicher, dass die Besucherzahl am Echtzer Badesee einem Durchschnittsjahr entspricht. So ganz genau weiß er es aber nicht, „schließlich wurden wir in den vergangenen Wochen regelrecht überfallen“. Und das in einer Zeit, in der die meisten Aushilfen, überwiegend Studenten, im Urlaub oder mit ihrem Vorstudium beschäftigt seien. „Da leidet die Büroarbeit darunter, dass ich quasi überall gleichzeitig sein muss, an der Kasse, in der Küche.“

Die Saison ist mit dem Ende der Sommerferien in der Regel ja auch vorbei. In diesem Jahr war der Stichtag, der letzte Sommerferientag, ein Dienstag. Aber der 23. August hat die Badesaison sozusagen erst eingeleitet. Erleichtert klingt auch Anselm Heiß vom Freibad Vossenack. Das Bad wird ehrenamtlich betrieben. Zum Ende der Schulferien waren 7000 Badegäste gezählt, 50 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit 12.248 Besuchern „haben wir aber ein gutes Durchschnittsjahr – und das trotz wirklich düsterer Erwartungen“, sagt Heiß. Die letzte Augustwoche habe das Ruder noch einmal herumgerissen, mit bis zu 800 Besuchern pro Tag. Die Eintrittsgelder belaufen sich auf 30.000 Euro, so dass der gemeindliche Zuschuss von 50.000 Euro nicht erhöht werden muss. Nun ist die Saison aber endgültig gelaufen. „Und das bei diesem Wetter!“

Aber auch Klaus Schüller vom Dürener Badesee will sich nicht beschweren: „Vor knapp drei Wochen hatten wir 20.000 Badegäste. Jetzt sind wir bei etwa 45.000. Das ist einfach absurd.“ Obwohl die 50.000 Besucher aus dem Vorjahr wohl nicht mehr zusammenkommen, sagt er: „Es ist außergewöhnlich, dass die Zeit nach den Ferien so einschlägt.“ Schüller würde die Badesaison durchaus noch verlängern. Aber das ist am Dürener Badesee einfach nicht drin: Am 24. und 25. September steigt das ADAC-Motorboot-Rennen auf dem See.

Nicht ganz so glücklich ist Sven Pütz von der Stadtverwaltung Heimbach. Im vergangenen Jahr schrieb das Freibad mit 30.000 Besuchern keine Spitzenergebnisse, sondern Durchschnitt. „Und der ist in diesem Jahr nicht mehr aufzuholen“, sagt Pütz. Auch wenn er sich angesichts des schlechten Sommers nicht beschweren möchte. Auch hier hat das gute Wetter in den vergangenen Wochen noch 10.000 Besucher anlocken können. „Wir kommen wahrscheinlich insgesamt auf 25.000 Besucher.“ Für das Freibad Heimbach bedeutet diese Zahl zwischen 10 und 15 Prozent Einbußen gegenüber dem Vorjahr. „Wir müssen demnach weitere Einsparungspotenziale finden und auf die Saison 2017 hoffen.“

Wie es mit dem Freibad Abenden weitergeht, ist noch nicht klar. „Es ist schon ein sehr großer Erfolg, ein Freibad rein mit Ehrenamtlern zu betreiben. Unter diesen Umständen war die Saison herausragend“, sagt Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp (parteilos). Die Rettungsaktion des Freibads habe Früchte getragen. „Derzeit laufen Verhandlungen mit potenziellen Betreibern“, fügt Schmunkamp hinzu. Er hoffe, dass bis Ende Oktober ein neuer Pachtvertrag abgeschlossen werden könne, denn Zuschüsse von der Kommune wird es weiterhin nicht geben. „Die Rettungsaktion war ein einmaliges Event. Alles weitere können wir weder dem Steuerzahler, noch den Ehrenamtlern zumuten.“

Auch die Zahlen geben Anlass zur Hoffnung: Anstelle der veranschlagten 20 gab es bis Ende August im Durchschnitt 37 Besucher pro Tag. Auch der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr der Löschgruppe Abenden bleibe nicht auf seinen Kosten sitzen. Und die Aktion hat Kreise gezogen, ein Viertel der Gäste kam von außerhalb des Stadtgebiets angereist.

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