Heimbacher Bahnhof: Das schmucke Tor zur Natur der Eifel

Von: Gudrun Klinkhammer
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Vergangene Zeiten: 1945 war der Heimbacher Bahnhof nur noch eine verfallene Ruine (großes Foto). Doch seit zehn Jahren ist er ein echtes Schmuckstück und als Nationalpark-Tor für Wanderer ein beliebter Ausgangspunkt, um in den Nationalpark Eifel zu starten. Foto: Gudrun Klinkhammer/Archiv Geschichtsverein
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Vergangene Zeiten: 1945 war der Heimbacher Bahnhof nur noch eine verfallene Ruine (großes Foto). Doch seit zehn Jahren ist er ein echtes Schmuckstück und als Nationalpark-Tor für Wanderer ein beliebter Ausgangspunkt, um in den Nationalpark Eifel zu starten. Foto: Gudrun Klinkhammer/Archiv Geschichtsverein

Heimbach. „Ich hatte damals nicht geglaubt, dass man aus diesem Gebäude überhaupt noch etwas machen kann“, sagte Michael Lammertz, Pressesprecher des Nationalparks Eifel. In Heimbach wurde das zehnjährige Bestehen des Nationalpark-Tors gefeiert.

Und was keiner vor mehr als einem Jahrzehnt erahnt hätte: Der Heimbacher Bahnhof, der zu verfallen drohte, wurde vom Heimbacher Architekten Peter Holdenried und von Innenarchitektin Ute Frauenkron wider aller Erwartungen tatsächlich zu einem echten Schmuckstück umgebaut, in dem seit zehn Jahren Erfolgszahlen geschrieben werden. Verantwortlich dafür zeichnen sich die Stadt Heimbach, der Rureifel Tourismus und die Nationalparkverwaltung in Kooperation mit der Dürener Kreisbahn.

Im Bahnhof wurde gleich zu Beginn die 163 Quadratmeter große Nationalpark-Ausstellung „Waldgeheimnisse“ installiert. Daneben ist die Tourist-Info des Rureifel Tourismus im Eingangsbereich zu finden. Wie Michael Lammertz berichtete, werden die Besucher mittels einer Zählmaschine gezählt. Seit der Eröffnung am 20. Januar 2006 haben 630.000 Gäste das Nationalpark-Tor in Heimbach besucht. Das sind pro Tag im Schnitt 173 Personen.

Auch Umfragen unter den Besuchern werden immer wieder durchgeführt. 94 Prozent der Befragten bezeichnen das Personal als „freundlich bis sehr freundlich“. 95 Prozent der Gäste würden einen Besuch an Verwandte und Bekannte weiterempfehlen und 88 Prozent der Befragten steuert das Nationalpark-Tor in Heimbach als Ausflugs- und Startpunkt etwa für Wanderungen und Rangertouren gezielt an.

Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer sagte: „Von Anfang an begleitete die Stadt Heimbach dieses Projekt positiv.“ Eine hohe Besucherfrequenz sei vor allem an den Wochenenden zu verzeichnen.

Diese Einschätzung bestätigte auch Gotthard Kirch, Chef des Rureifel-Tourismus. „An den Sonntagen fahren wir eine Doppelschicht. Freitagsnachmittags die Tourist-Info dicht zu machen, so wie es früher einmal in Heimbach praktiziert wurde, das gibt es bei uns nicht“, betonte Kirch.

Kirch unterstrich, dass die von Erfolg gekrönte Arbeit richtig Spaß mache. Attraktionen im Nationalpark-Tor Heimbach sind unter anderem das nun komplett überholte Geländemodell und die Ausstellung, die wie ein begehbares Hörspiel aufgebaut ist.

Nationalpark-Mitarbeiterin Anja Olligschläger erläuterte die Neuerungen des überholten Geländemodells. So ist die Navigation einfacher geworden, übersetzt wird das Angebot nun in vier Sprachen, hinzu kommt eine Rubrik speziell für Kinder.

Darüber hinaus wurde Wert auf den Menüpunkt „Erlebnisregion Nationalpark“ gelegt, der die Angebote außerhalb des Schutzgebietes aufzeigt. Für eilige Gäste gibt es die Rubrik „Nationalpark in Kürze“.

Auch in den anderen Nationalpark-Toren in Höfen, Rurberg, Nideggen und Gemünd sowie im Nationalpark-Infopunkt in Hellenthal wird die Software der Geländemodelle entsprechend aktualisiert.

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