Haushaltsberatungen haben im Kreisausschuss begonnen

Von: sj
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Kreis Düren. Zu früher Morgenstunde haben sich am Dienstag die Mitglieder des Kreisausschusses getroffen. Die Tagesordnung war zwar nicht außergewöhnlich lang, doch der Punkt Haushaltseinbringung hätte jede Sitzung an einem Nachmittag gesprengt.

Der Entwurf für das Jahr 2016 ist satte 460 Millionen Euro schwer und Hunderte Seiten stark. Die Fraktionen nutzten die Sitzung, um Fragen an die Kreisverwaltung zu stellen, beschlossen wurde noch nichts.

Verabschiedung am 21. April

Die Beratungen gehen weiter, spätestens in zwei Monaten sollen sie abgeschlossen sein. Am 21. April obliegt es dem Kreistag, den Haushalt zu beschließen. Offen ist noch die Frage, ob und welche Auswirkungen der Wegfall der RWE-Dividende und der Kursverlust der 1,2 Millionen Aktien im Besitz der Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren für den Haushalt des Kreises und damit die Kreisumlage haben. „Es ist zu früh, darüber zu spekulieren. Die Verwaltung soll erst einmal die Zahlen zusammenstellen“, sagte der SPD-Fraktionschef Josef Johann Schmitz.

Gute Nachrichten gibt es mit Blick auf das Haushaltskonsolidierungsprojekt der Beratungsgesellschaft „Rödl & Partner“. Vorgestellt wurde der Abschlussbericht für das Jahr 2015. Im Haushalt wurde mit Einsparungen in Höhe von rund zwei Millionen Euro geplant, tatsächlich lagen sie bei fast 3,4 Millionen Euro.

Die größten Kostensenkungen beziehungsweise Einnahmesteigerungen gab es im Bereich der Jugendhilfe. So wurden bei der Bearbeitung von Rückständen der wirtschaftlichen Jugendhilfe beispielsweise mehr Altfälle aufgearbeitet und 320.000 Euro zusätzlich geltend gemacht. Die personelle Aufstockung im Bereich Pflegekinderdienst zeigte auch Wirkung: 2015 wurden mit dieser Unterstützung 30 neue Dauerpflegeverhältnisse eingerichtet, die Zahl der Heimunterbringungen sank.

Etwa 920.000 Euro wurden auf diesem Weg zusätzlich eingespart. Der Spareffekt zwischen einer Unterbringung in Vollzeitpflege und einer stationären Heimpflege beträgt über 50.000 Euro im Jahr. Dieser Ansatz soll weiter verfolgt werden, im Plan für das Jahr 2016 ist beim Pflegekinderdienst eine Einsparung in Höhe von 1,7 Millionen Euro angegeben.

„Wir stehen vor gewaltigen Aufgaben“, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU). Er verwies auf eine Einschätzung der Landesregierung, dass der Kreis Düren in der Jugendhilfe „vorbildliche“ Arbeit leiste. Neue Herausforderungen gebe es aber mit der steigenden Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge.

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