Kreis Düren - GWS: Müllers wird nicht vor die Tür gesetzt

GWS: Müllers wird nicht vor die Tür gesetzt

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Michael Müller, Geschäftsführer der Kreis-Dürener Wirtschaftsförderungsgesellschaft GWS, wird nicht vorzeitig vor die Tür gesetzt.

Müller hatte sich eigenmächtig eine Erfolgsprämie in Höhe von 25000 Euro ausgezahlt. Das Geld muss Müller zurückzahlen. Dass der Aufsichtsrat Müller nicht fristlos vor die Tür gesetzt hat, mag damit zusammenhängen, dass er sowieso in 33 Tagen seinen Hut nimmt. Dennoch zeigte sich laut Landrat Wolfgang Spelthahn der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am Mittwoch empört über das Verhalten von Müller. Immerhin hätte Spelthahn am Mittwoch gerne verkündet, dass die GWS schwarze Zahlen schreibe und nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer „eine gute Perspektive” habe.

„Stattdessen muss ich mich mit dem Mist, den uns Herr Müller eingebrockt hat” auseinandersetzen. Wenn Spelthahn zu solch einer Wortwahl greift, lässt das die Verärgerung im Aufsichtsrat erahnen. Der hat am Mittwoch beschlossen, dass sämtliche Transaktionen, in die Müller involviert war, nun untersucht werden sollen, um festzustellen, „ob es weitere Fälle gegeben hat”. Zudem soll, so Spelthahn, eine strafrechtliche Prüfung vorgenommen werden. Den entsprechenden Prüfbericht wird auch die Staatsanwaltschaft Aachen anfordern.

Spelthahn selbst war über die eigenmächtige Handlung von Müller nach eigener Aussage am 19. Mai informiert worden. „Ich habe ihm meine Missbilligung ausgesprochen und ihn aufgefordert, das Geld unverzüglich zurück zu zahlen.” Das ist in der Zwischenzeit inklusive Zinsen geschehen. Als Skandal bezeichnete Jens Bröker, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, den Vorgang. Er sprach von „einem eindeutigen Fall von Untreue”. SPD-Vorsitzender Dietmar Nietan: „Wenn der Landrat an einem Geschäftsführer festhält, der sich das Geld in die eigene Tasche steckt, dann wird das Problem Müller zu einem Problem Spelthahn.”

Nicht ausgeschlossen ist übrigens, dass Müller nach der Rückzahlung die Prämie doch noch erhält - sie ist Teil seines Gehaltes und könnte ihm in der nächsten Aufsichtsratssitzung noch zugesprochen werden.
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