GWS kann Millionen-Darlehen allein aus Mieteinnahmen tilgen

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Kreis Düren. Nach monatelanger Sondierung des Kreditmarktes wird nun auch die Gesellschaft für Wirtschafts- und Strukturförderung im Kreis Düren (GWS) vom historisch niedrigen Zinsniveau profitieren.

Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der GWS, und Geschäftsführer Heinrich Rotheut unterzeichneten nach intensiven Verhandlungen mit der Deutschen Kreditbank die Verträge zur Umfinanzierung des Immobilien-Darlehens über derzeit noch 44 Millionen Euro.

Die bestehenden Darlehenskonditionen für den ursprünglichen Kredit von 48,5 Millionen Euro waren bis Ende Juli 2010 festgeschrieben und belasteten wegen der vergleichsweise hohen Zinsen die Ergebnisse und Liquidität der GWS. Durch die nun einmalig anfallende Vorfälligkeitsentschädigung werde zwar das Ergebnis des Jahres 2009 negativ beeinflusst, teilte die GWS mit, dafür herrsche aber nun aber bis Mitte Mai 2013 Planungssicherheit. Heinrich Rotheut spricht von einer spürbaren Entlastung für das operative Geschäft der GWS.

Die vereinbarten Zinsen und Tilgungen könnten nun vollständig aus den Mieteinnahmen der GWS-Immobilien (Arena Kreis Düren, AOK-Haus Düren, Kreispolizeigebäude Düren, Kreisverwaltung Haus C, Feuerschutztechnisches Zentrum Stockheim) gedeckt werden. „Es ist uns gelungen, uns die derzeit günstigen Zinsen für eine relativ lange Vertragsdauer zu sichern”, freute sich Spelthahn.

Bekanntlich hatte die GWS den Millionen-Kredit zunächst in Schweizer Franken zu äußerst niedrigen Zinsen aufgenommen und war später in einer Schwächephase des Franken zum Höchstkurs in die Euro-Währung eingestiegen. Dadurch hatte sie einen Gewinn von rund 2,8 Millionen Euro erzielt und gleichzeitig das Wechselkursrisiko gebannt. Abzüglich der nun fälligen Vorfälligkeitsentschädigung und der zuletzt höheren Zinsen verbleiben davon noch rund zehn Prozent in der GWS-Kasse, wie Geschäftsführer Heinrich Rotheut auf Nachfrage erklärte.
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