Kreis Düren - GWS auf Dauer nicht tragfähig

GWS auf Dauer nicht tragfähig

Von: bugi
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Arena Kreis Düren
Die Arena Kreis Düren ist ein Sorgenkind erster Güte. Nachdem die Betreibergesellschaft den Vertrag gekündigt hat, muss jetzt die GWS ran. Gutachter bescheinigen der Gesellschaft aber, dass diese mit der Arena wirtschaftlich dauerhaft nicht tragfähig sein werde. Foto: Latotzki

Kreis Düren. Mit harscher Kritik an Landrat Wolfgang Spelthahn reagiert die SPD im Kreis Düren auf die notwendig gewordene Suche für einen neuen Betreiber der Arena Kreis Düren. SPD-Kreisvorsitzender Dietmar Nietan: „Es ist genau die Entwicklung eingetreten, vor der wir frühzeitig gewarnt haben.”

Die Betreibergesellschaft der Arena, die Projektentwicklung Rüdiger Schmitz GmbH, hatte den Vertrag zum 1. Januar 2011 gekündigt. Problematisch ist das unter anderem deshalb, weil die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (GWS) die Kreis-Arena für knapp zwölf Millionen Euro angekauft hat - übrigens unter anderem von Schmitz, der auch die Kreishaus-Erweiterungsbauten Haus C und Haus D erstellt hat und noch erstellt.

Nietan: „Die Arena und Haus C sind damals mit dem Hinweis gebaut worden, dass wir sie nicht erwerben werden. Dann wurde beides zu überhöhten Preisen gekauft und jetzt wird das unternehmerische Risiko der Allgemeinheit aufgebürdet.”

Als geradezu „hanebüchen” bezeichnet Nietan den Kündigungsgrund der Betreibergesellschaft. Dass nur eine bestimmte Anzahl von Großveranstaltungen überhaupt in der Arena stattfinden dürfe, sei von Anfang an bekannt gewesen. Nietan schätzt, dass die Arena mittlerweile Verluste von mehreren Hunderttausend Euro eingefahren hat und auch in Zukunft keine Gewinne mit der Halle zu erzielen sein werden. Nietan: „Wenn die Arena eine Goldgrube wäre, müsste der jetzige Betreiber ja ein schlechter Unternehmer sein, wenn er sie zurückgibt.” Ohne die entsprechenden Einnahmen könnten die knapp zwölf Millionen Euro, die die GWS für die Halle ausgegeben habe, aber nicht gegenfinanziert werden, sagt Nietan.

Das gilt auch, wenn die GWS wie geplant umstrukturiert wird und künftig nur noch die Immobilien verwalten soll. Das sehen auch die Wirtschaftsprüfer der GWS so, die feststellen: „Es zeigt sich, dass die Immobiliengesellschaft mit der Arena nach den derzeitigen Verhältnissen nicht dauerhaft wirtschaftlich tragfähig ist.”

Kritisch sieht Nietan bei der geplanten Umstrukturierung der GWS noch zwei weitere Aspekte. So betrage dass Defizit der GWS allein für das Jahr 2009 rund 3,3 Millionen Euro. „Eine Schlussrechnung über das tatsächliche Gesamtdefizit liegt bis heute nicht vor”, so Nietan.

Als „menschlich ein Unding” bezeichnet der SPD-Politiker den Umstand, dass die drei GWS-Beschäftigten, die zum Kreis zurückkehren sollen, künftig sachfremd eingesetzt werden sollen. „Das ist wie eine Strafversetzung”, sagt Nietan, der gleichzeitig kritisiert, dass Spelthahn für neues Personal, das beim Kreis die Wirtschaftsförderung künftig bearbeiten soll, 500.000 bis 600.000 Euro ausgeben will.
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