Großeinsatz: Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft

Von: ja/sis
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Kreis Düren. Eine englische Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mit Aufschlagzünder hat Montagabend Kreuzau bis kurz vor 23 Uhr in Atem gehalten.

Ein Anwohner der Straße „Niederdrove“ hatte den etwa 1,50 Meter langen Blindgänger mit einem Durchmesser von rund 50 Zentimetern gegen 15 Uhr bei Gartenarbeiten entdeckt.

Umgehend wurde der Kampfmittelräumdienst der Bezirksregierung Düsseldorf alarmiert. Gegen 18.30 Uhr stand fest: Die in einer Hanglage gefundene Bombe, die über einen einfachen mechanischen Zünder verfügte, musste noch am Abend entschärft werden. In einem Umkreis von rund 300 Metern um den Fundort mussten nach Angaben von Bürgermeister Ingo Eßer, der im Rathaus mit Vertretern des Ordnungsamtes, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei das Vorgehen koordinierte, rund 850 Anwohner evakuiert werden.

Für alle, die nicht bei Verwandten oder Bekannten Unterschlupf fanden, richtete die Gemeinde in der Kreuzauer Festhalle eine Notunterkunft mit ärztlicher Versorgung und Feldbetten ein. Auch die L249 musste im Zentralort gesperrt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, dass sich keine Personen mehr während der Entschärfung in der Gefahrenzone aufhielten, wurde gegen 22 Uhr ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera eingesetzt.

Eine halbe Stunde später begann die Entschärfung des brisanten Fundes. Kurz vor 23 Uhr konnten die betroffen Anwohner wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Bürgermeister Ingo Eßer bedankte sich bei den Einsatzkräften und bei den Bürgern, die den Aufforderungen der Polizei und Feuerwehr umsichtig Folge geleistet hätten. Insgesamt war die Feuerwehr mit 60 Einsatzkräften, das Deutsche Rote Kreuz mit 22 Personen und die Polizei mit 20 Beamten im Einsatz.

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